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Borussia Mönchengladbach
Erhöhte Kontrollen beim ersten Heimspiel nach Terror in Paris

Borussia Mönchengladbach: Erhöhte Kontrollen beim ersten Heimspiel nach Terror in Paris
Die Ordner wurden angehalten, die die Fans abzutasten. Taschenkontrollen reichten diesmal nicht mehr aus. FOTO: hans-peter reichartz
Mönchengladbach. Die Lust auf Fußball und auf den Auftritt ihrer Borussia ist den Anhängern trotz der Nachrichten in der letzten Woche nicht abhanden gekommen: Die Fans pilgerten gemeinsam zur heimischen Spielstätte, ließen sich die üblichen Biere, Bratwürste und den 2:1-Sieg ihrer Mannschaft schmecken. Von Sebastian Eussem

Obwohl vor dem Spiel keine konkrete Gefahrenlage vorlag, entschlossen sich die Verantwortlichen rund um die Fohlen, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen. So wurde den Besuchern des "Fohlenshop" nur einzeln hintereinander nach Kontrolle von Borussia-Ordnern und Mitarbeitern der Sicherheitsfirma Schmitz der Eintritt erlaubt. Dadurch entstand bereits kurz vor 14 Uhr eine rund 35 Meter lange Menschenschlange vor dem Fanshop. Dirk Welk reiste aus Ladbergen nahe Münster mit seinem Sohn an und nahm die langen Wartezeiten ohne zu Murren in Kauf: "Die Maßnahmen gehen völlig in Ordnung und sind auch absolut verständlich. Sicherheit geht vor, vor allem wenn man mit seinem Sohn hier ist. Ich fühle mich sicher, alle sind wachsam."

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Die Mitarbeiter des Shops erlebten einen "normalen Spieltag", wie Jonas Koch berichtet. "Alles ist ruhig. Natürlich bemerkt man die verstärkte Sicherheit, es gibt aber keine Unannehmlichkeiten." Zu intensiveren Personenkontrollen kam es auch im Presse- und VIP-Bereich, auch hier wurden Personen nur getrennt voneinander kontrolliert, Taschen und Jacken durchsucht. Der Ordnungsdienst der Borussia wurde angehalten, intensiver zu kontrollieren, auch wenn so mancher Fan das nicht bemerkt haben will. Besonders in der Nordkurve reichten einige Tastbewegungen der Ordner, um die Fans hineinzulassen. Demnach kam es rund um das Stadion auch nicht zu besonders langen Wartezeiten vor den Eingängen. Im Stadion gibt Petra Küster zu, dass sie "mit einem mulmigen Gefühl" im Stadion sei. "Trotzdem fühle ich mich sicher. Wenn dies nicht so wäre, dürfte man auch nicht Einkaufen gehen oder zur Arbeit fahren."

Ihr Mann Uwe ergänzt: "Es ist gefühlt wie immer. Der Fokus der Öffentlichkeit ist bei diesem Spiel auch nicht besonders hoch, das wäre bei einem Heimspiel gegen Bayern vielleicht anders." Die Schweigeminute vor der Partie lies die insgesamt 52.214 Zuschauer innehalten, ehe die Stille wieder den Fangesängen wich.

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Quelle: RP
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