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Fabian Johnson
Ein Kandidat für die Startelf?

Das ist Fabian Johnson
Das ist Fabian Johnson FOTO: afp, dg
Manchester. Fabian Johnson hat als Spieler, der vorne wie hinten, links wie rechts gut aufgehoben ist, am Samstag eine ungewohnte Position bekleidet. Der 28-Jährige saß vor dem Fernseher, als seine Kollegen 1:3 gegen den SC Freiburg verloren. In Manchester ist er aber dabei. Von Jannik Sorgatz

Trainer André Schubert hatte dem US-Amerikaner nach einer strapaziösen Reise mit der Nationalmannschaft eine Pause gegönnt. In der WM-Qualifikation gab es Siege gegen St. Vincent und die Grenadinen sowie gegen Trinidad und Tobago. Was heute bei Manchester City besser werden muss im Vergleich zum Freiburg-Spiel, das sah Johnson allerdings auch vom Sofa aus. "Wir werden spielfreudiger sein, mehr laufen und uns mehr engagieren", sagte er gestern vor dem Abflug nach England, wo er im vergangenen Dezember zu den stärksten Borussen gehörte.

Jetzt ist Johnson, nachdem er in dieser Saison bislang nur beim 6:1 gegen Young Boys Bern beginnen durfte, wieder ein heißer Startelfkandidat. Denn Patrick Herrmanns Traum von einem Spiel auf der Insel ist erneut geplatzt. Der 25-Jährige fällt aus mit einem Muskelfaserriss. Darüber hinaus hat Ibrahima Traoré in vier von fünf Pflichtspielen begonnen, war zuletzt aber in Guinea beim Nationalteam. Damit steigen Johnsons Chancen. "Der Polyvalente" betitelte das Magazin "11 Freunde" einmal einen Artikel über ihn. Auf Schuberts Flügelspieler-Klaviatur ist Johnson die Mainstreamlösung, zwischen gelernten Außenverteidigern wie Julian Korb und Außenstürmern wie Herrmann angesiedelt. Genau diese Balance ist gegen City gefragt.

In der vergangenen Saison unterstrich Johnson seine Bedeutung für Borussia besonders in der Champions League. Das 0:3 gegen den FC Sevilla verpasste er verletzungsbedingt, im Heimspiel gegen die Spanier traf er genauso wie gegen Juventus Turin. Und in den Duellen mit Manchester gehörte er ebenfalls zu den besten Borussen. Als er beim 2:4 nach 72 Minuten ausgewechselt wurde, führte Gladbach noch 2:1. Drei Tage vorher hatte Johnson gegen Pep Guardiola und den FC Bayern brilliert. Beim 3:1 gegen den Rekordmeister traf er ebenfalls. Im Spätherbst 2015 sah die Fußballwelt den bislang besten Fabian Johnson.

Daran will er nun wieder anknüpfen. Manchester könnte für den US-Amerikaner ein zweiter Start in die Saison ein. Im Sommer stieg er wegen der Copa América verspätet in die Vorbereitung ein. Was am Wochenende in Freiburg los war, soll heute keine Rolle mehr spielen, wenn es nach TV-Zuschauer Johnson geht. "Es ist gut, dass wir so schnell wieder ein Spiel haben, um uns anders zu präsentieren", sagt er. Zum Beispiel so wie am 8. Dezember 2015 bis zu seiner Auswechslung.

 

Quelle: RP
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