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Borussia Mönchengladbach
Johnson etabliert sich als Stammkraft

Fabian Johnson etabliert sich als Stammkraft
Mitten drin: Fabian Johnson, dem hier der Ex-Borusse Bamba Anderson entgegenfliegt, ist technisch beschlagen, ein effektiver Vorbereiter und zugleich ein Stabilisator im Defensivspiel. Das hat ihm einen Stammplatz eingebracht. FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Der Amerikaner hat im Konkurrenzkampf derzeit die Nase vorne, weil er im Borussen-Team ein wichtiger Stabilisator ist. Am Ende hätten es also erneut jene richten können, die schon beim letzten Auftritt in Frankfurt für die Entscheidung gesorgt hatten. Von Thomas Grulke

Ibrahima Traoré startete in den Schlusssekunden nochmals eines seiner unwiderstehlichen Dribblings auf dem rechten Flügel, passte flach in die Mitte, wo Thorgan Hazard aus spitzem Winkel abzog, doch Eintracht-Torwart Kevin Trapp wehrte den Ball ab.

Thorgan Hazard und Ibo Traoré: Beim 0:0 am Freitagabend waren sie erst spät als Joker in die Partie gekommen, dort, wo sie im vergangenen Oktober beim 2:1 im DFB-Pokal gegen Frankfurt für die beiden Gladbacher Tore gesorgt hatten. Damals, in der Hochphase der Dreifach-Belastung, war die Rotation bei Trainer Lucien Favre an der Tagesordnung, vor allem auf den offensiven Außenbahnen, wo er die Qual der Wahl hat. Doch nun sind die Englischen Wochen vorbei, und Favre wechselt in der Startformation nur noch punktuell, womit Hazard und Traoré zumeist nur die Rolle der Einwechselspieler bleibt.

Denn aktuell ist nicht nur Patrick Herrmann aufgrund seiner Topform auf dem rechten Flügel unbestritten erste Wahl, sondern auch auf der anderen Seite Fabian Johnson. In den vergangenen vier Bundesliga-Spielen stand der US-Amerikaner jeweils zum Anpfiff auf dem Platz. "Ich bin natürlich zufrieden mit der jetzigen Situation und hoffe, dass es so weitergeht. Das habe ich mir in der Winterpause schließlich auch vorgenommen", sagt der 27-Jährige.

Damals hatte der Zugang aus Hoffenheim gerade eine erste, recht holprige Vorrunde in Gladbach hinter sich. Johnson stieg aufgrund der Weltmeisterschaft in Brasilien verspätet in die Vorbereitung ein, spielte mal Rechtsverteidiger, mal im linken Mittelfeld. Noch im Winter wurde eifrig diskutiert, wo denn nun sein bevorzugtes Betätigungsfeld liegen würde. Doch seit dem Rückrundenauftakt ist klar: Favre sieht ihn links vorne, vor allem setzt er regelmäßig auf ihn. Seit Ende Februar ist Johnson in jedem Pflichtspiel zum Einsatz gekommen, zumeist stand er in der Startformation.

Im Heimspiel gegen Paderborn gelang ihm zudem sein erstes Tor für Borussia. An seiner Torgefährlichkeit kann er allerdings noch arbeiten, das zeigte auch sein Auftritt am Freitag in Frankfurt. Nach einem Doppelpass zwischen Kruse und Wendt glänzend freigespielt, spitzelte Johnson den Ball an Torwart Trapp, aber auch am Frankfurter Tor vorbei. "Ich habe den Ball gut mitgenommen, aber wie ich dann versucht habe, ihn reinzumachen, war nicht optimal", sagte Fabian Johnson. Mag bei seiner Torquote noch Luft nach oben sein, so stellte der US-amerikanische Nationalspieler auch bei der Eintracht wieder unter Beweis, dass er ebenso wie Hazard oder Traoré mit den Nebenleuten zu kombinieren versteht. Darüber hinaus fungiert Johnson aber auch als defensiv denkender Stabilisator auf Gladbachs linker Außenbahn. Mit dem ebenfalls formstarken Oscar Wendt hat er zuletzt so offensivstarke Flügelspieler wie Hoffenheims Kevin Volland, Dortmunds Jakub Blaszczykowski oder - zumindest vor der Pause - Frankfurts Stefan Aigner weitestgehend in Schach halten können.

"Wichtig ist letztlich, dass wir unsere Punkte holen, nicht, ob ich nun spiele oder nicht", sagte Johnson am Freitagabend, der Borussia im Kampf um die sichere Champions-League-Teilnahme zumindest einen Punkt bescherte. Den dritten Rang verlor Gladbach jedoch zunächst an die nun punktgleichen Leverkusener. "Frankfurt hat es gut gemacht, uns gut zugestellt. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. Mehr war einfach nicht drin", fasste Johnson zusammen. Wobei kurz vor dem Spielende doch noch etwas drin war für die Borussen. Doch die Kombination zwischen Traoré und Hazard, die aktuell gegenüber Johnson das Nachsehen haben, war nun mal nicht von Erfolg gekrönt.

Quelle: RP
 
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