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Borussia Mönchengladbach
Fohlen visieren die beste Heimbilanz seit 1984 an

Einzelkritik: Sommer souverän – Xhaka mit hoher Fehlerquote
Einzelkritik: Sommer souverän – Xhaka mit hoher Fehlerquote FOTO: afp, agz
Mönchengladbach. Vier Punkte aus drei Heimspielen fehlen Gladbach zur besten Ausbeute seit 31 Jahren. Ein Blick in die Borussen-Historie im eigenen Stadion. Von Stefan Klüttermann

Es sind durchaus dicke Brocken, die bis zum Saisonende noch im Borussia-Park vorstellig werden: Angefangen mit dem designierten Vizemeister VfL Wolfsburg am Sonntag (17.30 Uhr) über den aktuellen Dritten Bayer Leverkusen am 9. Mai und den aktuellen Sechsten FC Augsburg am 23. Mai. Indes: Im heimischen Borussia-Park sind die Gastgeber in dieser Saison fast immer selbst der dickere Brocken einer Paarung: Mit zehn Siegen und nur einer Niederlage (gegen Frankfurt) ist Lucien Favres Team auf dem besten Weg, die beste Heimbilanz seit 31 Jahren zu Wege zu bringen. Vier Zähler würden schon reichen, dann stünde man bei 37 - mehr waren es zuletzt 1983/84, als Gladbach 15 von 17 Partien am Bökelberg gewann, daheim ungeschlagen blieb, mit (nach heutiger Zählweise) 47 Punkten das beste Heimteam stellte und damit die beste Heimbilanz einer Gladbacher Bundesligasaison vorweisen konnte.

In der laufenden Spielzeit ist der Borussia-Park nun wieder eine ähnliche Festung geworden. Die Brust, mit der die Fohlenelf in ihre Heimspiele geht, passt gerade unters Trikot. Die Bayern hatte man am Rande einer Niederlage, Schalke und Dortmund wurden eindeutig besiegt, Mainz kam im Oktober zu einem 1:1 wie die Jungfrau zum Kinde. In fast allen Heimspielen waren die Borussen dabei in der Lage, dem Gegner ihr Spiel aufzuzwingen, und wenn es ergebnistechnisch eng wurde, lag es meist nur an der eigenen Chancenverwertung.

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Weitere drei Heimsiege erscheinen dann auch keineswegs utopisch und wären überdies im Fernduell mit Leverkusen um Rang drei ein gewichtiges Pfund, zumal die Werkself nur noch zweimal daheim antritt. Holt Borussia zu Hause diese neun möglichen Punkte, müsste man in der Fohlen-Historie schon ausgiebig kramen, um Vergleichbares zu finden. 13 Heimsiege (die Gladbach dann hätte) oder mehr schaffte der Klub in Liga eins zuvor nämlich erst viermal: 1969/70 (14), 1970/71 (13), 1977/78 (13) und eben 1983/84 (15). Die maximal mögliche Ausbeute von 42 Punkten in dieser Saison würde zudem als drittbeste Heimbilanz in die eigene Bundesligahistorie Eingang finden.

Favres Fohlen schicken sich also mal wieder an, neue Einträge für Borussias Statistiken zu liefern, wie schon in der Hinrunde mit der Serie von 18 ungeschlagenen Spielen. Es passt auch zum am Montag von den Verantwortlichen präsentierten Rekordumsatz von 130 Millionen Euro für 2014. Sollte am 23. Mai die Champions-League-Teilnahme herausspringen, stünde der nächste Rekordumsatz schon vor der Tür. Womöglich ja nach einem Heimsieg gegen Augsburg.

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Quelle: RP
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