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Borussia
Friends großer Tag

Der Kanadier schoss in Hamburg das entscheidende Tor zum 3:2-Sieg und Auftakt der besten Phase Borussias. Sonntag kommt der HSV zum Rückspiel. Und Friend hofft, dass er wieder von Anfang an spielen darf. Von O. E. Schütz

Rob Friend fährt Achterbahn in dieser Saison: mal Bankdrücker und Einwechselspieler, mal gesetzt in Borussias Angriff, zuletzt wieder draußen. Das ist natürlich nicht die Rolle, die der Top-Torjäger der Aufstiegssaison 2007/08 sich wünscht. Mal war er verletzt, mal hatte Trainer Frontzeck eine Stammbesetzung gefunden, in der der Kanadier nicht vorgesehen war. Wie jetzt wieder in der Rückrunde, jedenfalls bis zum vergangenen Freitag in Köln. Oder wie in der Hinrunde.

Bis zum 31. Oktober 2009. Da wurde Friend in Hamburg eine gute Viertelstunde vor Schluss eingewechselt – und machte in der 82. Minute das 3:2. Sein erstes Saisontor, der erste Sieg nach sechs Spielen war perfekt und Rob Friend der Held. "Das war ein großer Tag, für mich und die Mannschaft", freute er sich. Er hatte seinen Stammplatz zurück, und Borussias beste Phase dieser Saison begann.

Solch einen Tag wünschen die Gladbacher und Rob Friend sich auch morgen, wenn der HSV zum Rückspiel kommt. Drei Punkte sollen dann die Serie von fünf Spielen ohne Sieg beenden und Borussia auf dem Weg zur Sicherung des Klassenverbleibs ein gutes Stück weiter bringen. "Aber das wird schwer. Der HSV will Revanche für das Hinspiel", sagt Rob Friend. "Eine der besten Mannschaften in der Liga, die in der Offensive mit Leuten wie Ruud van Nistelrooy, Mladen Petric, Piotr Trochowski, José Paolo Guerrero und Marcell Jansen sehr gut besetzt ist", warnt auch Frontzeck: "Aber wir werden unsere Chance suchen, mit 50 000 Zuschauern im Rücken."

Das Spiel letzte Woche in Köln hat den Borussen Auftrieb gegeben, auch wenn der Sieg am Ende noch entglitt. "Wir müssen mit der gleichen Leidenschaft und Aggressivität gegen den HSV spielen", fordert Marco Reus. Er hat in Köln das 1:0 geschossen. "Und ein super Spiel gemacht", lobt Rob Friend den Senkrechstarter, der neben ihm zum ersten Mal im Sturm spielte. Mit sich selbst war der Kanadier nicht zufrieden: "Das war noch nicht optimal." Dennoch: Jetzt, wo er nach seiner Verletzung in der Winterpause erstmals in der Startelf stand ("Es hat sehr lange gedauert, aber jetzt bin ich fast wieder bei 100 Prozent"), hofft er, morgen wieder eine Chance zu bekommen.

Michael Frontzeck lässt sich aber noch nicht in die Karten sehen, will zur Aufstellung nur sagen: "Ich habe verschiedene Optionen." Eine ist auch wieder der 19-jährige Herrmann. Doch anders als in Köln wohl nur als Einwechselspieler – weil nach Köln etwas Kraft fehlt.

Quelle: RP
 
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