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Borussia Mönchengladbach
Fünf beginnt, fünf gewinnt?

Celtic - Borussia: Einzelkritik
Celtic - Borussia: Einzelkritik FOTO: dpa, vxh ase
Mönchengladbach. André Schubert fehlt beim Auswärtsspiel gegen den FC Bayern weiterhin ein wichtiges Trio. Sowohl in einer Aufstellung mit Dreier- als auch mit Viererkette könnten die gebürtigen Münchner Fabian Johnson und Tobias Strobl weiterhelfen. Von Karsten Kellermann

Die Fünf in der Defensive ist die Lösung. Jedenfalls vermeintlich. Denn der FC Bayern hat meistens fünf Spieler vorn – weswegen "die meisten Mannschaften inzwischen gegen München mit einer Fünferkette spielen", sagte Borussias Trainer André Schubert am Donnerstag.

Die Frage ist: Wie stellt sich das Quintett zusammen, dass die Bayern dann aufzuhalten versucht? In den letzten beiden erfolgreichen (3:1, 1:1) Spielen wählte Schubert das 3-plus-2-Prinzip: eine Dreierkette plus zwei vorgerückten Außenverteidigern, die sich gegen den Ball zurückfallen lassen und somit eine Fünferkette herstellen. "Das kann wieder so sein", sagte er, "muss aber nicht."

Die Alternative ist das 4-plus-1-Prinzip: Eine Viererkette, in die gegen den Ball ein Sechser hineinpendelt und die Abwehrreihe somit zum Fünferkonstrukt macht. in Glasgow, wo die Doppelsechs aus Christoph Kramer und Tobias Strobl bestand, gab es sogar sechs Spieler, die tendenziell defensiv ausgerichtet waren. Und wenn sich dann auf den Außen Ibo Traoré und Jonas Hofmann zurückzogen, gab es zuweilen sogar zwei Viererketten, also acht Spieler, hinter dem Ball. Doch nicht allein die Anzahl der verteidigenden Spieler wird in München über Erfolg und Misserfolg der Mission entscheiden, sondern die Art, wie alle elf Borussen spielen.

Sozusagen einen Masterplan dafür hat Borussia bei der Champions-League-Dienstreise nach Schottland selbst vorgelegt: "Wenn alle elf Spieler mit hoher Intensität verteidigen", sagte Schubert. Und präzisierte: "Die wichtigste Erkenntnis ist: Wenn wir gemeinschaftlich und leidenschaftlich verteidigen, dann ist es nicht leicht, gegen uns Tore zu erzielen. Darüber hinaus hatten wir gute Ballgewinne und ein gutes Offensivspiel. Das ist etwas, was wir gegen sehr gute Mannschaften gut hinbekommen, weil wir sehr konzentriert verteidigen. Gegen Teams, bei denen wir glauben, dass sie einen Tick schwächer sind, vernachlässigen wir das manchmal etwas und sind defensiv anfälliger", sagte Schubert.

Gegen die Bayern sollte der angedeutete Faktor "auf die leichte Schulter nehmen" definitiv wegfallen. Schubert muss in München indes weiter auf einige Achsenspieler verzichten: Andreas Christensen, Raffael und auch Thorgan Hazard sind weiterhin nicht dabei. "Es ist keine strukturelle Verletzung bei Thorgan, einfach ein Schmerz mit einer Reizung, die verheilen muss. Auch Raffael ist noch nicht wieder einsatzbereit. Wir müssen bei ihm vorsichtig sein. Ich würde ihn gerne auf dem Platz haben, aber wir wollen kein Risiko eingehen", sagte Schubert.

Dafür ist Fabian Johnson wieder gesund. "Er kann mitfahren und theoretisch auch spielen", sagte Schubert. Dass er bei den Bayern sogar mit zwei gebürtigen Münchenern anfangen lässt, Johnson und auch Tobias Strobl, ist eine denkbare Variante. Beide sind gute Strukturspieler. Die Struktur ist wichtig, ganz egal nach welchem Prinzip die fünf offensiven Bayern aufgehalten werden sollen.

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