| 11.18 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Fünf Dinge, die vom 1:3 hängen bleiben

Gladbach - Dortmund
Gladbach - Dortmund FOTO: ap
Mönchengladbach. Der Start in die Rückrunde ist für Borussia also missglückt. Und so lautete nach dem 1:3 gegen Dortmund dann auch der einhellige Tenor im Borussen-Lager, man werde die Fehler die man gemacht habe, in Ruhe analysieren. Von Stefan Klüttermann

Das Thema "Ballverluste in der Vorwärtsbewegung" dürfte in dieser Analyse dabei einen breiten Raum einnehmen. Aber auch sonst bleibt einiges aus dieser Partie hängen.Wir haben fünf Aspekte zusammengestellt.

  • 1. Gegentorflut aus dem Spiel
Gladbach - Dortmund: Einzelkritik FOTO: dpa, gki

Die Gegentore vom Samstag trugen die Nummern 22, 23 und 24 – wohlgemerkt in den vergangenen acht Pflichtspielen. Das ist nicht schwer als Schnitt von drei Gegentoren pro Spiel auszurechnen, und der allein ist schon gruselig genug. Aber es kommt an diesem Punkt noch eine Sorgen bereitende Erkenntnis hinzu: Von diesen 24 Gegentreffern entstanden 23 aus dem Spiel heraus, während man in André Schuberts ersten zwölf Pflichtspielen erstens nur zehn Gegentore zugelassen hatte und von denen – was man damals auch gerne betonte – sechs aus Elfmetern hergerührt hatten.

  • 2. Der offene Rücken der Außen

Nein, Julian Korb und Oscar Wendt hatten gegen Dortmund wahrlich nicht ihren besten Tag – selbst wenn sie nicht gerade im Vollsprint übers Feld zurück mussten, weil die Kollegen in der Offensive den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren hatten. Doch genau in diesem Punkt zeigt das Dortmund-Spiel eben: Will Borussia ein System mit offensiven Außen spielen, muss es in der Zentrale eine Mit-Absicherung geben. Sonst ist der Raum im Rücken der Außenverteidiger so offen wie am Samstag, und das kann keine Lösung sein.

  • 3. Ein Linksfuß als linker Innenverteidiger

Ja, Nico Elvedi ist jung, er soll und darf Fehler machen. Trotzdem fiel natürlich auf: Er als Rechtsfuß in der Rolle des linken Innenverteidigers wirkte in jeder Aufbauspiel-Szene wackelig und limitiert. Wie andere Rechtsfüßer (Tony Jantschke, Roel Brouwers) in dieser Rolle können sie für ein Spitzenteam immer nur Plan B sein, weil es eben einfach einen großen qualitativen Unterschied macht, über einen Linksfuß das Spiel aus diesem Raum heraus aufzubauen. Als Martin Hinteregger nach 80 Minuten ins Spiel kam, konnte er nicht mehr viel zeigen. Wie viel mehr Zug er als Linksfuß von hinten jedoch im Aufbau entwickeln kann, das schon.

  • 4. Komischer Wechsel

Josip Drmic (erst) in der Nachspielzeit einzuwechseln, darüber kann man trefflich diskutieren. Aber was an diesem Wechsel fast noch merkwürdiger anmutete, war die Tatsache, dass er aus der wieder erkalteten Hose erfolgte. Als Hinteregger und Jonas Hofmann nach 80 Minuten ins Spiel kamen, beendeten die restlichen Ersatzspieler ihr Aufwärmprogramm und nahmen wieder Platz. Das ist das gängige Anzeichen dafür, dass es das an diesem Tag gewesen ist mit den Einwechslungen. Dann zehn Minuten später Drmic aus dem Sitzen doch noch aufs Feld zu schicken, wirkte zumindest "ungewöhnlich".

  • 5. Raffael überholt Effenberg

Raffaels Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 war bereits sein 34. Bundesliga-Treffer für die Borussia. Damit zog er an Stefan Effenberg vorbei. "Effe" benötigte als Mittelfeldspieler indes mehr als doppelt so viele Spiele (191) für diese Trefferanzahl wie der Brasilianer (83).

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