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Borussia Mönchengladbach
Für Borussia geht's heute um die erste Million

Borussen schuften für Saisonstart
Borussen schuften für Saisonstart FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Die erste Runde beim FC St. Pauli zu überstehen, würde den Bilanz-Posten "DFB-Pokal" direkt in die Gewinnzone führen. Indes: Extra-Geld für Borussias ARD-Live-Spiel-Premiere zum Auftakt gibt es nicht. Von Stefan Klüttermann

St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach - die finale Erstrundenpartie im DFB-Pokal (20.30 Uhr, Live-Ticker) bietet gleich auf den ersten Blick so manche Geschichte, die sich erzählen ließe. Die über das Duell von Paulis Trainer Ewald Lienen gegen seinen Ex-Klub. Oder die vom Spiel zweier Teams, denen immer wieder mal das Attribut Kultklub anhaftet. Oder natürlich die von Borussias 1:3 als letztem Spiel des Gladbacher Trainers Michael Frontzeck 2011, den dann bekanntlich ein gewisser Lucien Favre ablöste.

1. Runde: Statistik FOTO: ap

Aber es gibt eben auch noch andere Geschichten rund um das heutige Flutlichtspiel. Für Favre ist der DFB-Pokal zum Beispiel der einzige der drei anzugehenden Wettbewerbe, in dem er nicht auf einen gesperrten Spieler verzichten muss. Wenn am Samstag der Ligaalltag mit dem Top-Spiel bei Borussia Dortmund (18.30 Uhr) beginnt, dann ist nämlich Havard Nordtveit keine Option für den Kader. Der Norweger hatte am 34. Spieltag der Vorsaison beim 1:3 gegen den FC Augsburg eine - zugegebenermaßen zweifelhafte - Rote Karte gesehen und war vom DFB für zwei Spiele gesperrt worden. "Howie" kann also frühestens am 3. Spieltag in Bremen (Sonntag, 30. August, 17.30 Uhr) wieder mitwirken.

Und in der Champions League fehlt zum Auftakt gar Granit Xhaka nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Europa-League-Rückspiel gegen den FC Sevilla (2:3) aus dem Februar. Die Sperre bestätigte die Uefa jüngst noch mal gegenüber unserer Zeitung. Nur heute Abend fehlen Favre also keine "Sünder", dafür aber in Martin Stranzl (Sehnenreizung im Oberschenkel) und André Hahn (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) zwei Rekonvaleszenten, die gestern Nachmittag nicht mit in die Hansestadt flogen.

Pressestimmen: "Chaot zerstört Traum des VfL Osnabrück" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

Doch auch ohne sie geht Borussia als Favorit in die Partie gegen den vom Papier her "höchst spielenden" Gegner, dem man aus Lostopf zwei hätte begegnen können (bis hinunter zu Rang 14 der zweiten Liga waren die Teams in Borussias Lostopf, Pauli wurde im Vorjahr 15.). Und seit ein paar Jahren gibt es neben dem immerwährenden Traum vom nächsten Endspiel in Berlin auch einen gewachsenen monetären Anreiz, im Pokal weit zu kommen. So geht es für die Gladbacher heute - grob gerechnet - um die erste, sportlich zu verdienende Million der Saison. 140.000 Euro gibt es an DFB-Prämie aus TV-Vermarktung, Banden- und Ärmelwerbung in Runde eins, 268.000 gibt es für Runde zwei, nimmt man die jeweils zu teilenden Zuschauereinnahmen aus den ersten beiden Runden hinzu, landet man selbst bei vorsichtiger Kalkulation im siebenstelligen Bereich. Hinzukommt: Die erste Runde zu überstehen, würde den Bilanz-Posten "DFB-Pokal" direkt in die Gewinnzone führen, schließlich kalkuliert Borussia nunmehr seit Jahren schon nur mit Runde eins - wie übrigens inzwischen auch der 1. FC Köln, wie Sportdirektor Jörg Schmadtke in der Vorwoche berichtete.

Ein Weiterkommen in Pauli ist für Borussia auch insofern Pflicht, als man nach Monaten des mannigfachen Lobes bestimmt nicht erfahren will, dass eben für einen Champions-League-teilnehmer die Fallhöhe gestiegen ist, falls er bei einem unterklassigen Verein ausscheidet. "Wir wollen durch und so weit wie möglich kommen. Nur das Finale zählt. Das ist schon eine ernste Sache", sagt Favre.

DFB-Pokal: Die größten Sensationen FOTO: dpa, frg jai
Quelle: RP
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