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Borussia Mönchengladbach
Gegen die Hitze: kurze Einheiten, Wasser, Sonnencreme, Eisbad

Borussen suchen bei brutaler Hitze nach Abkühlung
Borussen suchen bei brutaler Hitze nach Abkühlung FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Raffael fühlte sich gestern wie daheim - nur, dass es ein wenig kühler war, als in Brasilien. "Bei uns in Fortaleza ist es im Sommer noch ein paar Grad wärmer", sagte Borussias Offensivmann. Über 35 Grad waren es gestern, als die Borussen am Vormittag trainierten. Von Karsten Kellermann

"Ich habe schon oft bei solchen Temperaturen gespielt", sagte Raffael. Von daher konnte er den Kollegen aus Europa, die eher andere Gradzahlen gewöhnt sind, ein paar Tipps geben. "Wichtig ist, sehr viel zu trinken und sich gut auszuruhen nach dem Training, man sollte viel schlafen, damit sich der Körper erholt", sagte Raffael. Vor allem Wasser empfiehlt er, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Sein Kollege Ibrahima Traoré, der derzeit den muslimischen Fastenmonat Ramadan begeht, unterbrach wegen der Hitze seine Fastenzeit. Gesundheit geht vor Fasten in diesen Tagen. "An normalen Trainingstagen mit nur einer Einheit faste ich weiter. Bei dieser Hitze muss man aber einfach etwas trinken", sagte Traoré. Die verpassten Fastentage kann er nachholen oder mit einer Spende ausgleichen.

"Es ist sehr heiß, fast 36 Grad und kein Schatten auf dem Platz", fasste Trainer Lucien den aktuellen Temperaturen-Status passend zusammen. Auch der Schweizer zollt der Hitze Tribut: "Wir trainieren im Moment nicht so lange, nur eine Stunde. Man muss intelligent trainieren, kurz und intensiv", sagte Favre, der ansonsten eher ein Freund der ausgedehnten Übungseinheiten ist. "Mehr als eine Stunde wäre bei diesem Wetter nicht gut", sagte Favre. Er ordnet zudem viele Pausen während der Einheiten an. "Da ist es wichtig, zu trinken und den Kopf abzukühlen", sagte Favre. Die Trainingszeiten (10 und 15.30 Uhr) zu verlegen, "macht keinen Sinn, es ist ja um 9 Uhr und abends 18 Uhr auch sehr heiß".

Gerade die Torhüter schwitzen derzeit gewaltig. "Man gewöhnt sich an die Temperaturen, auch wenn es in den letzten Jahren nie so warm war. Wir passen die Kleidung natürlich an, doch es geht nicht ohne lange Hosen", sagte Christofer Heimeroth. "Zwei, zweieinhalb Liter" Flüssigkeit konsumiert er bei einem Hitze-Training. Wichtig sei auch Sonnencreme - denn die verschwitzte Haut würde ohne Schutz schnell verbrennen. Besonders schmerzhaft, gesteht Heimeroth, sind bei diesen Temperaturen die Konditionsübungen. "Aber wir haben ein erfahrenes Trainerteam, das die Einheiten gut dosiert", sagte Heimeroth. Nach dem Training geht es ins Kaltwasserbecken, damit der Körper abkühlt. "Wenn wir jetzt noch länger sprechen, nützt das aber nichts mehr, dann hat das Ding auch 26 Grad", sagte Heimeroth am Ende des gestrigen Interviews - und eilte der Erfrischung entgegen.

Quelle: RP
 
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