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Zusammenstoß mit Kölner Anhängern
Gladbach-Fans sprechen nach Schlägerei von "Jagdszenen"

Zusammenstoß mit Kölner Anhängern: Gladbach-Fans sprechen nach Schlägerei von "Jagdszenen"
Polizeeinsatz wegen Fußball-Fans (Symbolbild). FOTO: dpa, fru cul
Mönchengladbach. Am späten Samstagabend haben Fans des 1. FC Köln und von Borussia wieder einmal für unschöne Schlagzeilen gesorgt: Etwa 200 Kölner und 30 Gladbacher prügelten sich im Düsseldorfer Hauptbahnhof, ein Borussia-Fan wurde dabei schwer verletzt und liegt in der Klinik.

Einen weiteren Vorfall gab es in Freiburg, wo rund 120 Gladbach-Fans ein größeres Polizeiaufgebot auf den Plan riefen.

In Düsseldorf trafen Fangruppen aus Köln und Gladbach gegen 23.45 Uhr aufeinander. Die Borussen kehrten aus Freiburg zurück, die Kölner waren auf der Rückreise aus Wolfsburg. Die Männer beleidigten sich zunächst, bewarfen sich dann mit Flaschen, schließlich kam es zur wüsten Schlägerei. Die Bundespolizeidirektion musste Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei anfordern, um die Situation zu beruhigen. Die Kölner Fans traten nach Beruhigung der Situation getrennt von den Gladbachern die Heimreise an. Die Kölner Gruppe hatte schon bei der Anreise nach Wolfsburg Randale im Wuppertaler Bahnhof gemacht. Die Ermittlungen laufen: Es werden Rädelsführer gesucht. Dabei wird auch Videomaterial ausgewertet.

In Freiburg fielen rund 120 Gladbach-Fans unangenehm auf. Sie legten auf dem Weg ins Stadion in einem Freibad eine Pause ein, sonnten sich, badeten und - davon geht die Polizei aus - tranken Alkohol. Danach wollten sie per Zug und nicht, wie vereinbart, per Bus weiter zum Stadion fahren. Der Zug aber war mit SC-Fans besetzt, sogar überfüllt. Über 100 Gladbacher Ultras noch reinzulassen, hätte das Gewaltpotenzial stark erhöht und wäre höchst fahrlässig gewesen.

Die Polizei hat, so berichtet die "Badische Zeitung", daraufhin die Busse nach Freiburg beordert. Angeblich musste die Polizei mehrere Mannschaftswagen an den Ort des Geschehens holen, um die Ultras auf den richtigen Bus-Weg zu bringen. "Wir haben die Leute angesprochen, aber wir haben auch Stärke gezeigt und klar gemacht, was geht", wird ein Polizeisprecher zitiert.

Zu dem Vorfall in Düsseldorf nahm der FPMG Supporters Club am Montag im Internet Stellung, die Rede war dabei von "Jagdszenen" seitens der Kölner. Kritik gab es an der mangelnden Berücksichtigung der "Reisewege rivalisierender Fangemeinden": "Wäre es nicht auch möglich gewesen, einen der Züge vor der Einfahrt in den Bahnhof zu stoppen, bis der andere denselben wieder verlassen hätte?"

(lsa/web/tler)