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Borussia Mönchengladbach
Gladbach im Angriffsmodus: "Beton? Das können wir gar nicht"

Fotos: Die Trainer-Galerie von Borussia Mönchengladbach
Fotos: Die Trainer-Galerie von Borussia Mönchengladbach FOTO: dpa, mb jhe
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach will seine bemerkenswerte Erfolgsserie unter Trainer Andre Schubert fortsetzen und Spitzenreiter Bayern München die erste Saisonniederlage zufügen.

Letzte Hoffnung Borussia Mönchengladbach: Rekordmeister Bayern München ist der Konkurrenz in der Fußball-Bundesliga nach 14 Spieltagen bereits enteilt, doch der "Angstgegner" will zumindest für etwas Spannung sorgen. "Wir haben einen Lauf, so soll es auch bleiben", sagte Granit Xhaka angesichts von elf Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage vor dem Duell der beiden dominierenden Mannschaften aus den 70er Jahren am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Borussia-Park.

Die Gladbacher liegen zwar bereits 17 Punkte hinter dem Branchenprimus von der Isar zurück, doch nimmt man die persönliche Tabelle von Trainer Andre Schubert, sind sie an den Über-Bayern ganz dicht dran. Seit Schubert die Nachfolge des zurückgetretenen Lucien Favre antrat, holte der fünfmalige deutsche Meister in neun Spielen 23 Punkte. Das Team von Coach Pep Guardiola sammelte im selben Zeitraum zwei Zähler mehr.

Das Selbstvertrauen bei der Elf vom Niederrhein ist entsprechend groß. "Jede Mannschaft ist schlagbar, man muss nur gute Lösungen finden. Wir wollen mitspielen, Chancen herausarbeiten und bestenfalls die eine oder andere nutzen", sagte Xhaka. In der vergangenen Saison ging der Plan auf. Nach einem 0:0 im Hinspiel gewann die Borussia in der Allianz-Arena nach zwei Toren von Raffael mit 2:0.

Fotos: Borussia feiert Sieg mit Fans in München FOTO: dpa, geb hak

Favre ließ in beiden Spielen allerdings aus einer defensiven Ordnung spielen und setzte auf vereinzelte Konter. Bei Nachfolger Schubert ist eher die Offensive Trumpf. 4:2 gegen Sevilla, 3:3 in Hoffenheim - die jüngsten Auftritte der Borussen boten Spektakel pur. Das risikoreiche hohe Pressing birgt allerdings reichlich Gefahren, erst recht gegen Bayern München.

"Wir spielen nicht nur Hurra-Fußball, sondern haben einen Plan wie wir uns taktisch verhalten. Wir sind nicht naiv und werden nicht ins offene Messer laufen", sagte Schubert, der um den Einsatz von Ibrahima Traore (muskuläre Probleme) bangt.

Die Schubert-Tabelle FOTO: afp, oa-iw

Raffael schaltete ungeachtet dessen in den Angriffsmodus. "Wir können uns nicht eingraben, wir werden ohne Angst antreten und mutig nach vorne spielen", sagte der Brasilianer dem kicker. Die Frankfurter Eintracht, die dem Münchner Starensemble beim 0:0 die einzigen beiden Punkte in dieser Saison abknöpfte, sei daher kein Vorbild: "So defensiv werden wir nicht antreten. Beton? Das können wir gar nicht".

Havard Nordtveit fordert derweil, "intelligent zu verteidigen". Viele Teams versuchten es, indem sie sehr defensiv spielten. Das nütze aber nicht immer etwas, weil die Bayern irgendwann trotzdem noch eine Lücke finden, so Nordtveit.

Geht es nach den Gladbachern und dem Rest der Liga, sollen die Münchner diese Lücke am Samstag im seit Wochen mit 54.010 Zuschauern ausverkauften Borussia-Park vergeblich suchen. "Die Bayern wissen, dass wir ein sehr unangenehmer Gegner sind. Das möchten wir bestätigen", sagte Xhaka.

Dies gelang in den vergangenen neun Heimspielen allerdings nur beim 3:1-Erfolg im Januar 2012. Damals patzte Manuel Neuer. Der Weltmeister verschuldete auch in der vergangenen Saison das erste Tor von Raffael. "Auf einen Fehler von Manuel Neuer werden wir nicht hoffen. Das passiert ihm in ein paar Monaten nur einmal", sagte Raffael.

(are/sid)
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