| 17.23 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Hrgota rettet müden Borussen Punkt in der Nachspielzeit

Fotos: Hamburg - Borussia
Fotos: Hamburg - Borussia FOTO: Dirk Päffgen
Hamburg. Lange sah es so aus, als würde auch das fünfte Pflichtspiel von Borussia Mönchengladbach seit der Winterpause mit einem 1:0 enden – wie schon in Sevilla auch in Hamburg mit der Eins auf der falschen Seite. Doch dank eines Treffers von Branimir Hrgota in der Nachspielzeit sichert sich Gladbach am 22. Bundesliga-Spieltag ein 1:1 (0:0) beim Hamburger SV.

Acht Tage nach der 0:8-Klatsche bei Bayern München hatte der HSV nach dem Führungstreffer von Zoltan Stieber (73.) lange auf Wiedergutmachung für die höchste Bundesliga-Niederlage gehofft, doch der eingewechselte Hrgota schockte die Gastgeber wenige Sekunden vor dem Ende. Gladbach bleibt mit zwei Punkten Vorsprung auf Schalke 04 auf Rang drei.

Stieber, der mit einem sehenswerten Linksschuss zur Führung traf, spielte auf der Position von HSV-Kapitän Rafael van der Vaart, der 90 Minuten auf der Bank schmorte. Nach der Schmach von München krempelte Zinnbauer sein Team gehörig um und machte dabei auch vor prominenten Namen nicht halt. So standen sieben Neue in der Startformation, van der Vaart fand sich dagegen genauso auf der Bank wieder wie Verteidiger Heiko Westermann.

Hitzig, stürmisch, intensiv: Die 52.105 Zuschauer in der Arena im Hamburger Volkspark bekamen in der Anfangsphase viel geboten. Nichts zu sehen von taktischem Vorgeplänkel, beide Teams kämpften mit offenen Visieren - und kamen schnell zu Chancen.

Für den HSV scheiterte Stieber mit einem abgeblockten Schuss (3.), im Gegenzug verfehlte der gebürtige Hamburger Max Kruse das Tor nur um wenige Zentimeter. Weitere 60 Sekunden später traf der agile Patrick Hermann für Gladbach aus kurzer Distanz nur den Pfosten.

In der Folge beruhigte sich das Geschehen ein wenig. Während der HSV, lautstark angetrieben von Zinnbauer, unentwegt den Weg nach vorne suchte, nahmen die Gäste, die ohne den gelb-gesperrten Granit Xhaka auskommen mussten, das Tempo raus. Trotz sechs neuer Spieler in der Startformation schien der Borussia die Europacup-Reise nach Sevilla noch in den Knochen zu stecken. Für Gefahr sorgte bis zur Pause einzig ein Freistoß von Ibrahima Traore, der in der 40. Minute knapp über den Kasten segelte.

Im zweiten Abschnitt bot sich zunächst das gleiche Bild: Der HSV präsentierte sich lauf- und einsatzfreudig und versuchte, Dampf zu machen. Doch gegen die geschickt verteidigenden Gladbacher gab es zunächst kaum ein Durchkommen. Stieber vergab mit einem satten Rechtsschuss über das Tor (52.).

Fortan plätscherte die Partie dahin – auch weil die Borussen nach dem Europa-League-Spiel am Donnerstag in Sevilla (0:1) zunehmend müde wirkten und nach vorne nur noch wenige Aktionen hatten – bis sich Stieber ein Herz fasste und mit seinem Linksschuss wie aus dem Nichts zur Hamburger Führung traf. Der Ausgleich fiel nach einem Eckball.

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