| 14.28 Uhr

Borussias Profis in den Play-offs
Vestergaard bangt um die WM, Schweiz-Trio kann alles klar machen

Jannik Vestergaard: Däne mit niederrheinischen Wurzeln
Jannik Vestergaard: Däne mit niederrheinischen Wurzeln FOTO: Dirk Päffgen
Jannik Vestergaard hat im Jahr 2017 sieben Tore erzielt für Borussia, zuletzt traf der dänische Verteidiger zwei Mal in Folge, erst beim 3:1 bei 1899 Hoffenheim, dann zum 1:1 gegen Mainz. Von Karsten Kellermann

Nun spielte sein Nationalteam im ersten Play-off zur WM im nächsten Sommer in Russland daheim gegen die kampf- und kopfballstarken Iren, doch Vestergaards Selbstempfehlungen für eine derartige Aufgabe brachte ihm keine Lizenz zum Mitmachen ein. 90 Minuten saß der Gladbacher auf der Bank, neben seinem Ex-Gladbach-Kollegen Andreas Christensen. Die beiden Herren sahen ein 0:0, das die Chancen, bei der WM dabei zu sein, für die Dänen doch mächtig minimiert hat.

Ein 199 Zentimeter langer Kerl, der von hinten raus Torgefahr ausstrahlt, der hätte eventuell helfen können gegen die Iren, eine der fünf Ecken, die die Dänen herausholten, hätte vielleicht auf Vestergaard Stirn landen können und dann von dort im Tor. So aber gab es diese fünf Ecken und insgesamt elf Torschüsse, von denen sechs das Ziel verfehlten – aber eben keinen Treffer. Ob Vestergaard das geändert hätte, ist spekulativ, doch hätte er eine Option sein können für die Heldenrolle. Schließlich hat er sie in Gladbach in den vergangenen 180 Minuten ausführlich geübt mit seinen Toren. Nun muss der vielleicht verhinderte Held um die WM bangen.

Das eine Tor, das für die Dänen nicht fiel, haben die Schweizer per Elfmeter erzielt in Nordirland, weswegen sie am Sonntag um 18 Uhr mit einer ausgezeichneten Ausgangsposition ins Rückspiel gehen. Es soll auch für die drei Borussen Yann Sommer, Nico Elvedi und Denis Zakaria, der der große Darling der Schweizer im Hinspiel war bei seinem Startelf-Debüt, ein Feiertag werden, an dem das WM-Ticket gebucht wird.

Wenn es so kommt, darf man in Mönchengladbach mit Fug und Recht behaupten, dass die erfolgreichen Play-offs einen Gladbach-Touch haben. Denn Sommer hat in Nordirland sein Tor ohne Schaden bewacht und Zakaria war der kämpferische Teil der Doppelsechs – an der Seite des in Gladbach zum Topspieler gereiften Granit Xhaka: "Xhakaria – das neue Mittelfeld-Traumduo" (das Schweizer Portal "20 Minuten") war gut, richtig gut, und wird auch am Sonntag die erste Wahl des Schweizer Trainers Vladimir Petkovic sein. Elvedi muss sich weiter gedulden, bis seine Nati-Zeit richtig beginnt.

Zuletzt gegen Mainz arbeitete Elvedi in Borussias Innenverteidigung an der Seite von Vestergaard, möglich, dass der Eidgenosse dem Dänen bald etwas voraus hat: Die WM-Chance im nächsten Sommer. Was Elvedi und die beiden anderen Schweizer angeht, gibt es Sonntagabend Gewissheit. Vestergaard indes muss bis Dienstag warten, bevor es in Irland um alles geht. Er kann sich derweil bei seinen Teamkollegen erkundigen, wie es geht, auf der irischen Insel zu gewinnen.

Ob er dann aktiv mitwirken darf, ist offen. Da er aber zuletzt im Juni in Kasachstan spielte und seither die letzten fünf Spiele auf der Bank verbracht hat, darf das zumindest in Frage gestellt werden. Die Entscheidung indes, und das würde auch Vestergaard auf Nachfrage sagen (ist so handelsüblich), liegt beim Trainer, dem Norweger Age Hareide.

 
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