| 00.00 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Jantschke: "Werde mich an die Varianten gewöhnen"

Borussia Mönchengladbach: Jantschke: "Werde mich an die Varianten gewöhnen"
Gut gelaunt: Tony Jantschke ist wieder auf dem Trainingsplatz und hofft, in den kommenden Tagen wieder mit der Mannschaft üben zu können. FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Borussias Defensivmann spricht über seine Rückkehr und sagt, warum das Testspiel gegen Bielefeld so wichtig für ihn ist.

Herr Jantschke, Sie sind nach Ihrem Kreuzbandriss seit der vergangenen Woche zurück auf dem Trainingsplatz. Wie nah dran sind Sie am Comeback?

Jantschke Ich war vergangene Woche zwei-, dreimal mit unserem Physio Andi Bluhm auf dem Platz und gehe davon aus, dass ich in den nächsten Tagen wieder ins Mannschaftstraining einsteige. Wir müssen mal sehen, an welchem Tag es soweit sein wird. Wichtig ist, dass ich mich wieder an den Rhythmus gewöhne. Sicherlich muss ich anfangs darauf achten, die Zweikämpfe ein bisschen wegzulassen, aber sonst, denke ich, sollte es gehen. Ich habe ja schon gesagt, dass ich das Ziel habe, beim Testspiel gegen Bielefeld am Gründonnerstag dabei zu sein. Es sieht bisher so aus, als gehe der Plan auf.

Wie wichtig ist es jetzt, auch im Kopf soweit zu sein, zu sagen: Ich denke nicht darüber nach, ich gehe in den Zweikampf?

Jantschke Ach, Sie wissen ja wie ich spiele: entweder, oder. Wenn ich wieder fit bin, gehe ich keinem Zweikampf aus dem Weg. Da gibt es kein Kopfproblem. Viel wichtiger ist, sich wieder an die Fußballschuhe zu gewöhnen, die ich ja drei Monate nicht anhatte, und wieder ein Gefühl für den Rasen zu bekommen.

Wie sieht es mit dem Zeitplan aus. Sind Sie schnell?

Jantschke Normal würde ich sagen, wir liegen eigentlich genau im Plan, den wir am Anfang der Reha aufgestellt hatten. Da haben wir uns mit dem Operateur Dr. Schäferhoff aus Köln, unserem Mannschaftsarzt und dem Fitnesstrainer zusammengesetzt und haben gesagt: Sechs Wochen mit Krücken, sechs, sieben Wochen bis ich wieder da bin - und genau in der Woche sind wir jetzt.

Haben Sie auch einen Zeitplan für die Rückkehr in den Kader?

Jantschke Nein, den gibt es nicht. Wir müssen jetzt sehen, wie das Knie auf die Belastung reagiert und schauen, dass ich in den Rhythmus komme. So gesehen ist die Länderspielpause für mich perfekt, sie gibt mir ein bisschen Zeit. Denn mitten im Spielbetrieb kann mir der Trainer natürlich nicht einfach so Spielpraxis geben. Wir schauen einfach mal, wie es geht.

Wie schätzen Sie Ihre Situation ein, wenn Sie spielbereit sind?

Jantschke Ich bin sicherlich erfahren genug, dass ich nicht ewig Anlaufzeit brauche. Aber in der Mannschaft läuft es auch. Es ist spannend, wie es wird, wenn alle Verletzten wieder fit sind. Warten wir ab, wie es sich entwickelt.

Für den Moment tut es aber vor allem gut, auf dem Platz zu stehen?

Jantschke Entscheidend ist, dass das Knie nicht reagiert. Ich gehe die Sache positiv an.

Wie wichtig ist es, im Verletzungsfall positiv zu bleiben?

Jantschke Ich muss ja mal fair sein: Ich hatte viele Jahre, in denen ich nie verletzt war, nie etwas hatte, außer die eine oder andere Prellung. Ich habe fast 150 der letzten rund 170 Spiele mitgemacht. Dann kam eine blöde Phase für mich. Ich hatte zu Beginn der Hinrunde ein paar kleine Verletzungen, erst an der Schulter, dann an der Wade. Dann war ich wieder dran, spiele, mache einen Fehler und verletze mich auch noch schwer. Es war suboptimal. Aber wie gesagt: Ich hatte lange Glück und will mich daher nicht beschweren.

Sie haben die Saison noch nicht abgehakt?

Jantschke Nein. Wie gesagt: Ich bin voll im Soll. Wenn es optimal läuft, sind noch einige Bundesligaspiele übrig - und da hoffe ich, dabei zu sein. Darum ist es für mich so wichtig, den Test gegen Bielefeld zu schaffen, um wieder das Gefühl für die Wettkampfsituation zu bekommen. Und um zu sehen, wie das Knie hält. Im Spiel ist es noch mal was anderes als im Training.

Aktuell wird in Borussias Defensivspiel viel variiert. Gefällt Ihnen das?

Jantschke Wir sind vorher gut damit gefahren, eine fixe Variante zu haben und haben jetzt ein paar Varianten im Repertoire, das ist gut. Wir haben einen Kader, der verschiedene Möglichkeiten bietet. Das nutzen wir.

Sie selbst sind auch ein vielseitiger Mann und können alle Positionen in der Defensive spielen.

Jantschke Das ist richtig. Aber ich war lange raus und muss mich reinfuchsen. In Leverkusen habe ich das erste Mal in einer Dreierkette gespielt, das war zunächst mal komisch. Aber wenn ich jetzt wieder da bin, werde ich mich an die verschiedenen Varianten gewöhnen.

KARSTEN KELLERMANN SPRACH MIT TONY JANTSCHKE

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Borussia Mönchengladbach: Jantschke: "Werde mich an die Varianten gewöhnen"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.