| 07.02 Uhr
Borussia Mönchengladbach
Jantschke: "Wir können mit der Saison bisher zufrieden sein"
Das ist Tony Jantschke
Das ist Tony Jantschke FOTO: ddp
Mönchengladbach. Borussias Rechtsverteidiger spricht über seine gute Leistung gegen seinen ehemaligen Mitspieler Marco Reus, den Punkt gegen den BVB und das Europapokal-Aus in Rom.

Dortmunds Superstar Marco Reus kam beim 1:1 in Gladbach kaum zur Geltung. Auch, weil Sie ein richtig gutes Spiel gegen ihn gemacht haben.

Jantschke Ich denke auch, dass ich Marco ganz gut im Griff hatte. Wichtig ist, dass man ihn schnell angeht, damit er nicht ins Laufen kommt – aber auch nicht zu schnell, sonst ist er mit einer Körpertäuschung weg. Er ist ein schmaler Grat, aber ich habe es ganz gut hingekriegt.

Wie vergangene Saison, als Sie Bayern-Star Franck Ribery aus dem Spiel genommen haben. Ihnen scheinen gerade die Top-Spieler zu liegen.

Jantschke In der Bundesliga hat fast jede Mannschaft schnelle Außenspieler. Darauf muss man sich als Außenverteidiger einstellen.

War es gegen Marco Reus ein Vorteil, dass Sie aus dem Training genau wissen, wie der Ex-Kollege spielt?

Jantschke Auf jeden Fall. Ich weiß, wann er zum Dribbling ansetzt, wann er schießt und wann er versucht, den Ball durch die Beine zu spielen. In der zweiten Halbzeit habe ich ihn an der Mittellinie übernommen, damit er nicht ins Laufen kommt. Das mag Marco gar nicht. Die Gelbe Karte, die ich in der einen Aktion gegen ihn bekommen habe, war in meinen Augen nicht gerechtfertigt, ich habe den Ball gespielt. Marco sah das natürlich anders.

Borussia hat mit der Leistung gegen Dortmund gezeigt, dass sie das Europapokal-Aus in Rom verkraftet hat.

Jantschke Wir haben schon vorher gezeigt, dass wir nach den Europapokalspielen gut umschalten können. Das Spiel in Rom war trotz der Niederlage eine gute Erfahrung, gerade für unsere jungen Spieler. Ich habe mal nachgeschaut: Wir haben 15 Spieler im Kader, die jünger sind als ich. Und ich bin mit 22 Jahren ja auch noch jung. Wir haben ein junges Team – und dem kann so ein Spiel wie in Rom mal passieren.

Aber mit dem Engagement in der zweiten Halbzeit gegen den BVB wäre in Rom vielleicht mehr drin gewesen.

Jantschke Wir hatten in Rom in der 70. Minute eine gute Chance. Wenn die rein geht, hätte ich gern mal ´gesehen, was passiert. Dann wäre es vielleicht noch mal spannend geworden. Gegen Dortmund haben wir uns in der Pause vorgenommen, mehr auf den zweiten Ball zu gehen und das Spiel nach vorn zu schieben. Das haben wir gut gemacht.

Der Punkt war wichtig mit Blick auf den Rest der Saison.

Jantschke Natürlich. Sonst wäre es vielleicht unruhig im Umfeld geworden, und Unruhe können wir nicht gebrauchen. So haben wir gezeigt, dass wir auch ohne zwei unserer besten Offensivspieler, Patrick Herrmann und Juan Arango, mit dem Meister mithalten können. Wir sind im Vergleich zur Vorsaison, als doch vieles von Marco Reus abhing, breiter aufgestellt. Unser Ziel bleibt es, einen internationalen Platz zu schaffen. Aber es ist sehr eng in der Liga, bis Platz 15 ist alles sehr eng. Wenn wir jetzt eine Serie starten wie in der Hinrunde, ist was möglich.

Wie sieht Ihre bisherige Saisonbilanz aus?

Jantschke Wir können zufrieden sein. Wir sind gut durch unsere Europa-League-Gruppe marschiert und stehen in der Liga gut da. Ich persönlich habe gesehen, dass ich international mithalten kann. Ich denke, ich habe im Europapokal meine besten Spiele gemacht. Hinzu kommen die Erfahrungen, das internationale Flair, die Stadien – es waren schöne Erlebnisse.

Quelle: RP/can/csi
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