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Hanke bei Raab-Show
"Jetzt kann ich meine volle Leistung zeigen"

Fotos: Mike Hanke besucht Borussia-Training vor Bayern-Spiel
Fotos: Mike Hanke besucht Borussia-Training vor Bayern-Spiel FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Der Ex-Borusse kämpft am Samstagabend mit weiteren ehemaligen Profis auf ProSieben um den "Eisfußball-Pokal" von Stefan Raab.

Herr Hanke, ich erwische Sie gerade beim Training im Fitnessstudio. Sieht so ihre Vorbereitung auf den Eisfußball-Pokal am Samstag aus?

Mike Hanke Da ich die Veranlagung habe, sehr schnell zuzunehmen, muss ich so oder so dranbleiben, um mich körperlich fit zu halten. Gestern war ich noch Tennis spielen, heute dann im Studio und habe etwas Lauf- und Krafttraining gemacht. Speziell auf die Veranstaltung habe ich mich aber nicht vorbereitet.

Ihre Rasen-Allergie ist seit Jahren bekannt und hat Sie über ihre gesamte Karriere als Profifußballer begleitet. Ist Eis sogar der bessere Bodenbelag für Sie?

Hanke Auf alle Fälle. Endlich kann ich mal zu 100 Prozent meine Leistung bringen.

Sehen Sie das von Stefan Raab organisierte Turnier als reine Jux-Veranstaltung oder ernstzunehmenden Wettbewerb?

Hanke Ich hege noch immer große Sympathien für die Borussia und da auch ein Team des 1. FC Köln mitmischen wird, nehme ich die Sache schon ernst. Ich hoffe auf viel Unterstützung der Gladbach-Fans und würde den Pokal gerne mit nach Hause nehmen.

2009 fand das Eisfußball-Event schon einmal statt. Damals ging es nicht gerade zimperlich zur Sache. Haben Sie Angst vor blauen Flecken?

Hanke Nein, gar nicht. Ich kann ganz gut Eislaufen, war als Jugendlicher jeden Samstag von 20 bis 22 Uhr in der Eisdisco. Wie das aber mit Bowlingschuhen aussieht, die wir anhaben werden, kann ich schlecht einschätzen. Da wir eine komplette Eishockeyausrüstung anhaben, glaube ich aber nicht, dass viel passieren kann. Angst vor blauen Flecken habe ich also nicht.

In die Lanxess-Arena in Köln, wo der Eisfußball-Pokal 2015 stattfindet, passen bis zu 20 000 Zuschauer. Können Sie sich erinnern, wann Sie das letzte Mal vor so vielen Leuten gespielt haben?

Hanke In meiner letzten Station in China habe ich zum Teil auch vor bis zu 30 000 Menschen gespielt. So lang ist es also gar nicht her.

Für das Team von Borussia Mönchengladbach laufen mit Marcel Witeczek, Claus Reitmaier, Stephan Paßlack und Marcel Ketelaer einige Ehemalige auf. Haben Sie schon Kontakt zu ihren Mitspielern gehabt?

Hanke Wir haben uns im Borussia-Park gesehen und ein bisschen miteinander gequatscht. Das sind natürlich alles Spieler, die etwas in Mönchengladbach bewegt haben. Da ich der Jüngste von ihnen bin, werde ich wohl für sie mitlaufen müssen.

Haben Sie schon einen Kapitän bestimmt?

Hanke Noch nicht. Wir treffen uns am Samstag aber schon um 12 Uhr in Köln, da werden wir genug Zeit haben, einen zu bestimmen. Ich traue mir das Amt definitiv zu.

Von 2011 bis 2013 liefen Sie für die Elf vom Niederrhein auf. Haben Sie noch Kontakt zu aktuellen Spielern und wie schätzen Sie die derzeitige Situation der Borussia ein?

Hanke Ich war schon oft in dieser Saison beim Training und in der Kabine. Thorben Marx ist einer meiner besten Freunde, ihn sehe ich auch privat häufig. Aber auch mit Patrick Herrmann, Martin Stranzl, Tony Jantschke, Granit Xhaka oder Christofer Heimeroth halte ich den Kontakt. Das Team ist sehr gut drauf im Moment. Dass sie direkte Qualifikation für die Champions League schaffen, davon bin ich überzeugt. Das Heimspiel gegen Leverkusen wird entscheidend.

Angeblich soll ein Mike-Hanke-Abschiedsspiel stattfinden. Wie ist der Stand der Planungen?

Hanke Wir sind in Gesprächen mit Borussia Mönchengladbach und loten gerade aus, wie ein solches Abschiedsspiel aussehen könnte. Am liebsten würde ich natürlich im Borussia-Park vor ausverkauftem Haus spielen. Vielleicht fällt in den nächsten ein, zwei Wochen eine Entscheidung.

Als Fußball-Rentner haben Sie nun viel Zeit. Wie nutzen Sie diese, wenn Sie gerade nicht auf dem Eis Fußball spielen?

Hanke Ich arbeite aktuell an zwei Projekten. Zum einen habe ich für die Firma Ovido-Plus ein Nahrungsergänzungsmittel mit dem Namen M1-Effekt mitentwickelt, das auf rein biologischer Basis hergestellt wird. Zum anderen plane ich, eine Internetplattform für Profifußballer aufzubauen.

SEBASTIAN BERGMANN FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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