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Borussia Mönchengladbach
Keine Einigung im Fall Sinan Kurt in Sicht

Borussia Mönchengladbach: Keine Einigung im Fall Sinan Kurt in Sicht
Sinan Kurt steht im Fokus des FC Bayern München. FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Zwei Wochen vor dem Ende der Transferperiode bleiben die Fronten im Fall Sinan Kurt zwischen Borussia und dem FC Bayern München verhärtet. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl geht nicht davon aus, dass sich in diesem Sommer noch etwas tun wird. Von Stefan Klüttermann

"Er hat Vertrag bei uns, und jetzt muss man halt gucken, ob es zu einer Einigung zwischen den Bayern und Borussia Mönchengladbach kommt", sagt Eberl. "Gerade macht es nicht den Anschein."

Kurt hat in Mönchengladbach einen Vertrag bis 2016, doch würde der 18-jährige Linksaußen lieber heute als morgen wechseln. "Meine Entscheidung pro Bayern steht", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Ich habe Manager Max Eberl immer ehrlich gesagt, was ich vorhabe. Deshalb habe ich mir nichts vorzuwerfen."

"Bin überzeugt, dass es vorher noch klappt"

Bis zum Ende der Transferperiode im Sommer sind es noch 13 Tage. "Ich bin überzeugt, dass es vorher noch klappt", sagte Kurt weiter. "Das sind für mich jetzt natürlich verschenkte Wochen." Der Junioren-Nationalspieler ist überzeugt, dass er sich auch in München behaupten könnte. "Ich will mich dort durchsetzen. Wenn ich nicht daran glauben würde, würde ich das auch nicht machen."

Borussias Führungsetage ist bereits seit Wochen verstimmt über das Vorgehen der Bayern. "Hinter dem Rücken eine Vereinbarung mit einem zu dem Zeitpunkt noch 17-Jährigen abzuschließen, der eigentlich noch an uns gebunden ist, damit haben wir natürlich massive Probleme", sagte Vize-Präsident Rainer Bonhof just beim Fußball-Gipfel der RP.

Für den gebürtigen Gladbacher Kurt, der noch nie in der Bundesliga und erst einmal in der Regionalliga zum Einsatz kam, soll der Rekordmeister 2,5 Millionen Euro bieten. Im Zuge der Verhandlungen war es zum Streit zwischen den Vereinen sowie zwischen der Borussia und Kurt gekommen. Eberl hatte dessen Verhalten als "Frechheit" bezeichnet und erklärt, er spiele für den Profi-Kader vorerst keine Rolle mehr. Über Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer hatte Eberl gesagt, er habe von ihm erwartet, "dass er sich an die Spielregeln hält".

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