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Borussia Mönchengladbach
Klarheit bei Stranzl, aber neun offene Fragen

Stranzl verkündet unter Tränen sein Karriereende
Stranzl verkündet unter Tränen sein Karriereende FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Die Zukunft des Kapitäns ist geklärt, aber wie sieht es eigentlich mit Borussias Profis aus, deren Verträge 2016 und 2017 auslaufen? Von Stefan Klüttermann

Martin Stranzl hört im Sommer auf. Diese Gewissheit haben Borussias Kaderplaner Max Eberl und Steffen Korell seit dem Gespräch mit dem Österreicher in der vergangenen Woche. Indes: Der 35-Jährige ist nur einer von zehn Spielern, deren Verträge in diesem Sommer oder im Juni 2017 enden. Fix ist in all diesen übrigen Personalfragen noch nichts, aber es gibt Tendenzen:

Havard Nordtveit (Vertrag bis 2016) Die Entscheidungsfindung wird beim Norweger (25) zur Hängepartie: Verlängern bei Borussia, oder doch nach England gehen oder vielleicht doch zum BVB? "Howies" zähe Bedenkzeit verrät Unschlüssigkeit. Borussia würde ihn gerne behalten, aber die Tendenz ist in seinem Fall völlig offen.

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Branimir Hrgota (2016) Die Realität sieht den 23-jährigen Schweden seit Monaten höchstens als Kurzzeit-Joker, und die Perspektive jenseits seines auslaufenden Vertrages verspricht nichts großartig anderes. Insofern und angesichts seines Alters wäre es eine faustdicke Überraschung, wenn Hrgota seine Zukunft in Gladbach sieht.

Roel Brouwers (2016) Zweimal verlängerte Borussia zuletzt mit den Niederländer kurzfristig um ein weiteres Jahr. Dass es ein drittes Mal so kommt, ist eher unwahrscheinlich. Die Einsätze für den 34-Jährigen sind in dieser Spielzeit noch einmal weniger geworden. Stellt sich realistisch also nur die Frage: Hört Roooooooel auf oder lässt er seine Karriere à la Filip Daems woanders ausklingen?

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Christofer Heimeroth (2016) Er sei mit Borussia infiziert, sagte der 34-jährige Ersatzkeeper zu Jahresbeginn. Es passt im Torhüter-Team mit Yann Sommer, Tobias Sippel und ihm. Gut vorstellbar also, dass "Heimi" noch ein Jahr dranhängt und dann in den Stab des Vereins wechselt. Denn ob für einen Nachwuchstorhüter die Position drei so attraktiv ist? Und Janis Blaswich (24) könnte nach seiner Leihe durchaus in Dresden bleiben und dort ab August Zweite Liga spielen.

Martin Hinteregger (2016) Einfache Antwort: Der Österreicher ist bis Sommer ausgeliehen, Borussia besitzt aber eine Kaufoption. Und diese wird Max Eberl ziehen, alles andere würde der mittelfristigen Kaderplanung und der kommunizierten Rolle für den 23-jährigen Österreicher widersprechen.

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Alvaro Dominguez (2017) Erst einmal muss sich der Spanier nach seiner Rücken-OP aus dem November wieder in den Spielbetrieb heranarbeiten. Ob der 26-Jährige dann seinen 2017 endenden Vertrag verlängert, bleibt abzuwarten. Klappt dies nicht, wäre für Borussia nur noch bis Juni eine akzeptable Ablösesumme zu erzielen.

Raffael (2017) Längst ist der Brasilianer zum unverzichtbaren Fixpunkt in Borussias Offensive geworden. Der 30-Jährige bringt konstant Top-Leistungen, fühlt sich mit seiner Familie in der Region wohl und bekommt die passende Anerkennung im Verein. Eine Vertragsverlängerung, ja das Karriereende bei Borussia, wäre demnach ein logischer Schritt.

Andreas Christensen (2017) Wenn Borussia könnte, wie sie wollte, würde sie den 19-jährigen Dänen lieber gestern als heute fest verpflichten. Doch aktuell steht eben nur die zweijährige Leihe mit Chelsea, und es wird maßgeblich darauf ankommen, wo der Däne selbst eine bessere Zukunft für sich sieht, bevor Eberl richtig aktiv werden kann.

Marlon Ritter (2017) Vom Toptorjäger der Regionalliga erwarten sie bei Borussia mehr Professionalität und den Biss für den Durchbruch. Schafft er den hier nicht, wären für den 21-Jährigen eine Verlängerung samt Ausleihe (in Liga zwei?) oder auch ein Abschied im kommenden Sommer denkbar.

Quelle: RP
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