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Borussia Mönchengladbach
Kölner Chaoten und eigene Fans kosten Borussia über 60.000 Euro

Fotos: Kölner Fans sorgen mit Platzsturm für Chaos
Fotos: Kölner Fans sorgen mit Platzsturm für Chaos FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Der Platzsturm der Kölner Chaoten beim rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln am 14. Februar und das Fehlverhalten der eigenen Fans beim DFB-Pokalspiel in Homburg am 16. August 2014 (Abbrennen von Pyrotechnik) sowie beim Ligaspiel gegen den Hamburger SV am 24. September 2014 (Bierbecherwürfe) kosten Borussia mindestens 60.000 Euro. Das hat das DFB-Sportgericht entschieden. Borussia hat dem Urteil zugestimmt. Von Karsten Kellermann

Mindestens 50.000 Euro muss Borussia in die "bauliche und infrastrukturelle Veränderung des Gästesektors" des Borussia-Parks investieren und mit dem DFB abstimmen. Die Tatsache, dass die Borussen bereits Maßnahmen beschlossen und auf den Weg gebracht haben, wurde bei der Urteilsfindung "erheblich zu Gunsten" des Klubs gewertet.

Schon kurz nach dem Derby gab Borussia bekannt, dass sie den Gästeblock des Borussia-Parks sicherer machen wird, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. "Wir wollen die Stehränge für die Gästefans mitten in den Gästebereich legen, so dass sich in allen Richtungen Sitzplätze für Gästefans anschließen", sagte Borussias Geschäftsführer Schippers der RP. Zudem werde der Zaun zum Spielfeld erhöht und Absperrungen zwischen den verschiedenen Bereichen in der Südkurve künftig deutlich höher und aus Glas sein, so dass man sie kaum überwinden könne, weil man auf Glasflächen nicht klettern kann.

Es gibt vom DFB auch Auflagen speziell für die nächsten rheinischen Derbys. Borussia und der 1. FC Köln müssen gemeinsam ein Sicherheitskonzept für diese Spiele entwerfen. Es wird in beiden Partien personalisierte Tickets für die jeweiligen Gästefans geben - und beim Spiel im Borussia-Park darf nur die Hälfte des möglichen Ticket-Kontingents an den 1. FC Köln und seine Fans ausgegeben werden.

Für die Missetaten ihrer Fans in Homburg und gegen den HSV muss Borussia insgesamt 9000 Euro zahlen. Der Champions-League-Teilnehmer wird indes identifizierte Täter in Regress nehmen. Das soll eine abschreckende Wirkung haben.

Quelle: RP
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