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Borussia Mönchengladbach
Kommt Vestergaard zur Borussia? Kumpel Christensen würd's freuen

Porträt: Jannik Vestergaard: Däne mit niederrheinischen Wurzeln
Porträt: Jannik Vestergaard: Däne mit niederrheinischen Wurzeln FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Borussia hat Bremens Verteidiger-Hünen auf dem Schirm. Sollte der im Sommer kommen, fände es nicht zuletzt Andreas Christensen gut. Beide kennen sich aus den dänischen Nationalmannschaften. Von Stefan Klüttermann

Auf dem Schirm haben ihn die Gladbacher Kaderplaner schon länger. Schon zu Hoffenheimer Zeiten, schon bevor Jannik Vestergaard Anfang 2015 von dort in die Bremer Innenverteidigung wechselte. Und seitdem verfolgen sie bei Borussia den Weg des hünenhaften Dänen unverändert weiter.

Die "Sport-Bild" will wissen, dass dieses Scouting nun in einem unmittelbar bevorstehenden Wechsel Vestergaards nach Gladbach mündet. Der 23-Jährige selbst dementierte zwar diesen Bericht – "Ich weiß von nichts, und wenn es kurz bevorstehen würde, dann würde ich es wissen", zitierte der "Weser-Kurier" Vestergaard nach Bremens Pokal-Aus in München –, aber weil der eigentlich ja langfristig eingeplante Martin Hinteregger seine Probezeit wohl nicht für eine mehrjährige Festanstellung nutzen konnte, geht Gladbachs Verteidiger-Suche eben weiter.

 

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Ein von Jannik Vestergaard (@jannikvestergaard) gepostetes Foto am

Andreas Christensen wäre in jedem Fall hocherfreut, würde der Transfermarkt seinen Landsmann in den Borussia-Park verschlagen. "Ja, ich habe das Gerücht, dass er kommen soll, in einer dänischen Zeitung gelesen. Ich fände es toll. Jannik und ich haben beide in der Jugend bei Brøndby gespielt, und wir kennen uns auch aus der Nationalelf. Er ist drei Jahre älter, aber wir sind Kumpels, ja", sagte Borussias dänisches Super-Talent am Mittwoch nach dem Vormittagstraining.

Christensen und Vestergaard bildeten in drei der vier Spiele bei der U21-EM im vergangenen Sommer in Tschechien die dänische Innenverteidigung. Zuletzt in den beiden Testspielen der A-Mannschaft gegen Island (2:1) und in Schottland (0:1) Ende März spielte Christensen in der Dreierkette durch, Vestergaard wurde gegen Island immerhin eingewechselt.

Vestergaards Verpflichtung – er hat noch Vertrag bis 2018 in Bremen und würde daher wohl mindestens eine Ablösesumme im hohen einstelligen Bereich erfordern – würde für Borussia vor allem wegen der Kopfballstärke des 1,99-Meter-Dänen Sinn machen. Da fehlt es Borussia aktuell im hinteren Bereich, und es wird noch mehr fehlen, wenn Martin Stranzl (35) im Sommer aufhört und Roel Brouwers (34) aller Voraussicht nach ebenfalls keinen neuen Vertrag mehr bekommt.

Brouwers jedenfalls sagte am Mittwoch, er wisse weiter nicht, woran er am Saisonende sei. Und da Vestergaard in Bremen auch schon mal vor der Abwehr gespielt hat, könnte man ihm gleich noch das Attribut "polyvalent" anheften. Zu guter Letzt würde Vestergaard die maßgeblichen Punkte in einem typischen Eberl-Transfer erfüllen: jung, entwicklungsfähig, dabei schon Bundesligaqualität nachgewiesen und zudem mit Wiederverkaufswert. Dass Vestergaard dabei nicht gerade nachgewiesen hat, in punkto Aufbauspiel zu den modernsten seiner Gattung zu gehören, wäre indes auch Teil des Gesamtpakets.

Nicht nur im Spielaufbau zu den modernsten Innenverteidigern gehört dagegen zweifelsohne Christensen, der als Leihspieler des FC Chelsea in Gladbach so durchgestartet ist, wie es so nicht zu erwarten war. Und so erntete Sportdirektor Max Eberl auf der Mitgliederversammlung dann auch großen Beifall, als er sagte: "Geschäftsführer Stephan Schippers und ich werden mit allen Händen versuchen, diesen Jungen fest nach Mönchengladbach zu holen."

Quelle: RP
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