| 20.24 Uhr

Borussias Kapitän trifft gegen Australien
Stindl feiert Torpremiere

Stindl feiert sein erstes Länderspieltor
Stindl feiert sein erstes Länderspieltor FOTO: afp
Mönchengladbach. Das war ein Auftakt nach Maß in den Confed-Cup für Lars Stindl: Nach exakt 4:14 Minuten traf Borussias Nationalspieler zum 1:0 und ebnete so den Weg zum 3:2-Sieg Deutschlands gegen Australien im ersten Spiel der "Mini-WM" in Russland. Von Georg Amend

Es war der erste Treffer des 28-Jährigen in seinem dritten Länderspiel, dem zweiten Pflichtspiel. Das führte gleich zu ein paar Kuriositäten: Bei der WM 2014 hatte Thomas Müller das erste deutsche Tor geschossen, nun war es Stindl, beide tragen beim DFB die Nummer 13. Zugleich war es das erste Confed-Cup-Tor für Deutschland seit dem 21. Juni 2005, als Michael Ballack im Spiel um Platz drei den 4:3-Sieg gegen Mexiko gesichert hatte – mit der Nummer 13 auf dem Rücken. Und ganz nebenbei war es das erste Länderspieltor eines Borussen seit Max Kruse ein Doppelpack beim 7:0 gegen Gibraltar gelungen war – am 13. Juni 2015.

Insgesamt war die Partie gegen Australien ein guter Auftritt von Stindl. Nicht nur, dass er die starke Vorarbeit von Julian Brandt über rechts per Diektabnahme aus dem Strafraum zum 1:0 einschoss, er bewegte sich auch mit viel Übersicht, lief die Gegner immer wieder an, stellte ihnen die Passwege zu oder schuf mit seinen Laufwegen Räume für die eigenen Mitspieler. Dazu fiel er immer wieder mit intelligenten Doppelpässen auf, Zielspieler dafür war oft Julian Draxler auf links Außen, einmal setzte er dieses Mittel sehr gewinnbringend mit Leon Goretzka ein – der Schalker wurde nach Stindls präzisem Zuspiel im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter schoss Draxler ein. Zuvor hatte eine scharfe Hereingabe von Borussias Kapitän von rechts in der Mitte seinen Sturmpartner Sandro Wagner nur nicht gefunden, weil Matthew Leckie dazwischen grätschte. In der 48. Minute war er zudem erster Gratulant bei Goretzka nach dessen 3:1.

Doch nicht nur nach vorne, auch nach hinten arbeitete Stindl immer wieder mit, sicherte etwa schon mal gegen gleich drei Australier den Ball. Er verdiente sich bis zu seiner Auswechslung in der 77. Minute das Prädikat rundum wertvoll für Bundestrainer Joachim Löw. 

 
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