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Borussia Mönchengladbach
Eberl: "Christensen verteidigt herausragend"

Bilder: Das ist Andreas Christensen
Bilder: Das ist Andreas Christensen FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Für junge Spieler in Mönchengladbach ist es eine diffizile Sache. Sie spielen bei einem Klub, der auf die Jugend setzt, bei dem es aber vor allem in der vergangenen Saison so gut lief, dass es schwer war für die Talente, Spielpraxis zu bekommen. Von Stefan Klüttermann
 
Übersicht: So starteten die Bundesliga-Trainer der Borussia FOTO: rpo

Nun, als es zu Beginn dieser Saison nicht lief, als es kritisch um Borussia stand, durften die jungen ran, ja mussten sie ran, aber sie fanden eben kein funktionierendes Team auf dem Platz vor, sondern mussten helfen, dass die Mannschaft wieder funktioniert. Eine Extra-Hürde, also. Eine, die Innenverteidiger Andreas Christensen in den vergangenen Spielen mit Bravour genommen hat. So auch beim 2:0 gegen Wolfsburg.

"Die jungen Spieler haben mitgeholfen, aus diesem Loch herauszukommen. Das ist bemerkenswert, wie sie das machen. Wie es ein Dahoud es derzeit zusammen mit Granit im Mittelfeld in einer unglaublichen Art und Weise macht, wie es ein Christensen macht, der momentan herausragend verteidigt", sagte Sportdirektor Max Eberl im Nachgang des Sieges gegen die Wölfe.

Christensen, der 19-jährige Däne, hatte auch in diesem Spiel gezeigt, warum ihn Borussia für zwei Jahre aus Chelsea loseiste: Er besitzt eine förmlich greifbare Ruhe im eigenen Spiel, hat ein gutes Gefühl für den richtigen Zweikampf und ein sauberes, vertikales Aufbauspiel.

Schon in Lucien Favres letztem Spiel, dem 0:1 von Köln, spülte ihn die damalige Suche nach der passenden Elf nach drei Partien ohne Einsatz wieder in die Startformation. Er spielte gut, und dass er das Duell mit Anthony Modeste vor dessen Siegtor verlor, kreidete ihm nicht wirklich jemand an. Danach blieb er auch unter André Schubert im Team, fand im zurückkehrenden Alvaro Dominguez den wohl bestmöglichen Partner, stemmte sich aber auch mit Havard Nordtveit in Stuttgart erfolgreich gegen die Welle der VfB-Angriffe. Nun gegen Wolfsburg war zu spüren, dass er sich auch in der Vorwärtsbewegung mehr zutraut.

Dabei ist Christensen keiner, der großes Aufheben um seine Person und sein Spiel macht. So defensiv seine Position, so defensiv gibt er sich in der Öffentlichkeit. Große Sprüche braucht man von ihm nicht zu erwarten, große Leistungen schon. Das weist er in diesen Wochen nach. In diesen Wochen, in denen das Team wieder funktioniert.

Quelle: RP
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