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Borussia Mönchengladbach
Eberl: Ja, Borussia ist bereit für den Endspurt

Das ist Max Eberl
Das ist Max Eberl FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Borussias Sportdirektor spricht über das 4:1 in Hoffenheim und das Pokal-Viertelfinale morgen bei Arminia Bielefeld.

Borussia hat das 4:1 bei 1899 Hoffenheim großartig herausgespielt. Was hat Ihnen besonders gefallen?

Bilder: FOTO: RPO, Dieter Wiechmann

Eberl Die Mannschaft hat sich vom 0:1 nicht groß beeinträchtigen lassen, sondern hat ihr Spiel weitergemacht, in aller Ruhe und aller Gelassenheit. Von der 20. bis zur 45. Minute war es ganz großer Sport, was die Mannschaft gespielt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir im richtigen Moment das 4:1 gemacht, das war das letzte Ausrufezeichen, um es dann in Ruhe zu Ende zu spielen.

Vier Tore, alle vier über links - wurde da etwas einstudiert?

Eberl Dass wir unser Spiel durchbringen wollen, ist ja bekannt. Gegen Hoffenheim hat es sehr gut über links funktioniert. Aber die rechte Seite muss einrücken, um die Tore zu machen. Es war ein kollektiv gutes Spiel von uns in Sinsheim. Max Kruse zum Beispiel hat sich sehr gut in die hinteren Räume fallenlassen, um da auch Ballbesitz zu haben und dann wieder in die Tiefe zu gehen. Es ist schon richtig, dass die Tore über links fielen, aber der Spielzug fing ja da an, wo Hoffenheim ihn nicht verteidigen konnte.

Haben Sie Patrick Herrmann extra motiviert durch seinen neuen Vertrag - oder setzt er einfach nur fort, was er in den vergangenen Wochen gezeigt hat?

Eberl Wenn es so wäre, dass seine starken Leistungen mit dem Vertrag zu tun haben, müssten wir die Gespräche ja weiterlaufen lassen (schmunzelt). Patrick ist für uns ein sehr wichtiger Spieler, deswegen sind wir froh, dass er verlängert hat, aber ich glaube nicht, dass seine Unterschrift dazu geführt hat, dass er in Hoffenheim zwei Tore gemacht hat - oder eigentlich drei, wenn das erste gezählt hätte.

Erst das tolle 2:0 in München, dann das starke 4:1 in Hoffenheim - jetzt kann am Mittwoch in Bielefeld der Auswärts-Dreierpack perfekt gemacht werden. Gelingt das, waren die ersten 14 Tage der Wochen der Wahrheit großartig.

Eberl Es sind schon großartige 14 Tage. Denn aus den Auswärtsspielen bei den Bayern und in Hoffenheim sechs Punkte zu holen und das mit einem Torverhältnis von 6:1, das ist schon herausragend. Jetzt haben wir im Pokal auf der Bielefelder Alm in einem sicherlich ganz anderen Fußballspiel die Möglichkeit, ins Halbfinale einzuziehen.

Fotos: Kruse cool vom Punkt trotz Wartezeit FOTO: afp, dg

Sie sagten es bereits: Ein ganz anderes Fußballspiel: Bayern ist spielstark, Hoffenheim auch - nun in Bielefeld wird es wohl eher ein Kampfspiel werden, ein typischer Pokalfight.

Eberl Darauf müssen wir uns sicherlich einstellen. Man weiß, dass Arminia auf der Alm sehr geradlinig, sehr körperbetont und sehr robust spielt. Darauf können wir uns in den Tagen vor dem Spiel einstellen. Und wenn im Pokal eine Mannschaft Hertha und Bremen hintereinander ausschaltet, muss man vor ihr nicht mehr warnen.

Aber wenn eine Mannschaft nacheinander bei den Bayern und in Hoffenheim gewinnt, ist die Favoritenrolle trotzdem klar verteilt.

Eberl Die schieben wir ja auch nicht von uns weg. Wir wissen, dass wir da Favorit sind, dass uns da ein Kampfspiel erwartet, dass alle zu Arminia halten werden, oder fast alle - dem müssen wir uns stellen. Wir wollen ins Halbfinale, daraus machen wir keinen Hehl.

Der erste Teil der "spannenden Wochen", von denen Trainer Lucien Favre sprach, ist vorüber. Borussia scheint bereit für den Endspurt.

Eberl Ja.

Borussia trainiert für Pokal-Viertelfinale in Bielefeld FOTO: Dirk Päffgen

KARSTEN KELLERMANN FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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