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Borussia Mönchengladbach
Eberl: "Favre in einer Riege mit Weisweiler, Lattek und Heynckes"

Fotos: Eberl nimmt Stellung zum Favre-Rücktritt
Fotos: Eberl nimmt Stellung zum Favre-Rücktritt FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Für Borussias Sportdirektor Max Eberl gehört der vor gut einer Woche zurückgetretene Lucien Favre zu den großen Trainern der Gladbacher Vereinsgeschichte. "Er ist ein großartiger Trainer und ein großartiger Mensch. Er hat viereinhalb Jahre fantastische Arbeit gemacht. Lucien hat es verdient, in eine Riege mit großen Gladbacher Trainern wie Hennes Weisweiler, Udo Lattek und Jupp Heynckes gestellt zu werden", sagte Eberl beim Audi-Star-Talk, der am Dienstag um 18 Uhr bei Sky ausgestrahlt wird. Von Karsten Kellermann

Der plötzliche Rücktritt des Schweizers, der 2011 kam, Borussia rette, erneuerte und schließlich in der vergangenen Saison zum ersten Mal in die Champions League führte, sei "ein Schlag" für ihn gewesen, gestand Eberl. "Ich war sautraurig zu dem Zeitpunkt, aber jetzt habe ich einen Haken drangemacht. Es ist jetzt eine große Aufgabe, einen neuen perfekten Trainer für Borussia zu finden", so der Manager.

Dass Eberl diesbezüglich möglicherweise den Augsburger Trainer Markus Weinzierl im Auge hat, wollte er nicht bestätigen. "Wir verstehen uns sehr gut", gestand Eberl, der Weinzierl unter anderem aus einer gemeinsamen Zeit in der Bayern-Auswahl kennt. "Er ist ein großartiger Trainer, der bei Augsburg tolle Arbeit macht", sagte Eberl, wies aber darauf hin, dass daraus nicht zwangsläufig ein Interesse abzuleiten sei.

Allerdings schloss er auch nicht aus, dass sich die Borussen bei der Trainersuche auch mit Kandidaten beschäftigen, die bei anderen Klubs unter Vertrag sind. "Im Fußball ist vieles möglich. Wir müssen in alle Richtungen denken – und auf uns hat auch keiner Rücksicht genommen, als uns Marco Reus oder Dante weggeholt wurden. Wir werden versuchen, die beste Lösung für den Klub zu finden und dabei alle Optionen abklopfen", sagte Eberl. Eine Option indes schloss er ausgenzwinkernd aus: "Ich habe eine Bewerbung von einem Trainer aus der Kreisliga A bekommen. Er wollte es einfach mal versuchen. Ich werde aber absagen", berichtete Eberl.

Was Interimstrainer André Schubert angeht, unter dessen Regie die Gladbacher zweimal gewonnen haben, habe sich am "Stand der Dinge" nichts geändert. "Wir haben eine klare Verabredung. Wir suchen einen Trainer und werden unseren Weg nicht ändern. Wir sind aber froh, dass wir in André einen guten Trainer haben, der uns die Zeit gibt, eine strategische Entscheidung zu treffen und den nächsten perfekten Trainer zu finden", sagte Eberl. Er stellte Schubert aber ein ausgezeichnetes Zeugnis aus: "Er ist ein hochqualifizierter Trainer und hat das Zeug für die Bundesliga", sagte Eberl.

Am Mittwoch wird Schubert die Gladbacher als Trainer ins erste Champions-League-Heimspiel der Vereinsgeschichte führen. Eberl freut sich auf das Spiel gegen den englischen Vizemeister Manchester City. "Wenn ich dann ins Stadion gehe, wird die Gänsehaut kommen", sagte Eberl. Angst vor einer Packung gegen den "teuersten Kader der Welt" habe er nicht. "Wenn es so wäre, sollte man gar nicht erst anfangen. Manchester kann auch nur elf Spieler auf den Platz bringen und wir werden alles dafür tun, einen großen Kampf zu liefern. Wir sind ja nicht nur dabei, um dabei zu sein, sondern wollen einen gute Rolle spielen", sagte Eberl.

Quelle: RP
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