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Borussia Mönchengladbach
Eberl zum Fall Kurt: Dann haben alle Vereine ein Problem

Das ist Sinan Kurt
Das ist Sinan Kurt FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Der Ausgang im Fall des vom FC Bayern umworbenen Nachwuchsspielers Sinan Kurt von Borussia Mönchengladbach könnte nach Meinung von Borussias Sportdirektor Max Eberl Konsequenzen für ganz Fußball-Deutschland haben. Von Stefan Klüttermann

"Das ist ein fußballpolitisches Thema. Wenn ein Vertrag mit einem Jugendspieler von diesem mit dem 18. Lebensjahr kündbar ist, wer bildet dann noch aus? Das Problem haben ja dann alle Vereine", sagte Eberl unserer Redaktion.

Laut einem Bericht der "Sport Bild" beruft sich der Berater des Gladbachers, Michael Decker, auf ein Gesetz, wonach Verträge, die mit Minderjährigen geschlossen werden, mit Beginn der Volljährigkeit kündbar sind. Dies würde Kurt (wurde am 23. Juli 18 Jahre alt) erlauben, trotz eines Vertrages bis 2016 bei Borussia bereits 2015 ablösefrei gehen zu können. Eberl sagte, in dieser Problematik müssten "alle Beteiligten mit ins Boot": Vereine, DFB, DFL, Uefa, Fifa.

Insgesamt sieht Eberl das Thema Kurt auf zwei Ebenen. Die eine sei die besagte Diskussion um die vertragliche Situation des Spielers, die andere beträfe die Gespräche mit den Münchnern über einen möglichen Wechsel. "Es gab und es gibt Gespräche mit den Bayern über Ablösemodalitäten. Man ist sich aber bislang nicht einig geworden, und Stand heute wird das auch bis zum Ende dieser Transferperiode nicht der Fall sein. Dabei reden wir über aus unserer Sicht normale Zahlen."

Kurt hatte zuletzt betont, sich klar für eine Zukunft bei den Münchnern entschieden zu haben. Und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sagte in dieser Woche dazu: Dann "kommt der Spieler eben 2015 – und dann kostenlos".

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