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Borussia Mönchengladbach
"Nicht leicht, die Saison zu wiederholen"

Porträt: Das ist Thorgan Hazard
Porträt: Das ist Thorgan Hazard FOTO: afp, jd ej
Mönchengladbach. Borussias Belgier spricht über die Bedeutung seiner neuen Rückennummer 10, seine Ziele für die zweite Saison in Mönchengladbach und den Spagat für seine Eltern, sollte Borussia in der Champions League auf den FC Chelsea treffen. Von Karsten Kellermann

Herr Hazard, Sie haben im ersten Testspiel der Vorbereitung, dem 2:0 in Koblenz, zum ersten Mal als Borusse die 10 auf dem Rücken getragen. Wie hat sich das angefühlt?

Hazard Sehr gut. Es ist zwar nur eine Nummer, aber es ist meine Lieblingsnummer, seit ich zehn Jahre alt bin. Ich habe auch schon lange Zeit mit der 10 gespielt, unter anderem während meiner bisher besten Saison bei Zulte Waregem. Darum wollte ich diese Nummer nun auch in Gladbach wieder haben, sie hat mir bisher immer Glück gebracht. Da Max Kruse nun weg ist, war die Nummer frei, und ich bin froh, dass ich sie bekommen habe.

Für Sie wird es eine wichtige Saison: Es geht darum, mehr Einsätze zu bekommen als in Ihrem ersten Jahr in Gladbach, und vielleicht auch darum, in die zur Rückennummer passende Position im zentralen offensiven Mittelfeld hineinzuwachsen.

Hazard Das ist richtig. Ich habe ja während meiner besten Saison in Waregem auch in der Mitte gespielt. Aber im Moment weiß ich noch nicht, wo ich spielen werde. Unser Trainer weiß, dass meine beste Position die Zehn oder die hängende Spitze ist. Aber ich werde spielen, wo er mich aufstellt. In Koblenz im ersten Testspiel war es die linke Außenbahn. Das ist auch okay. Das wichtigste für mich ist, mehr Spiele zu machen als in der Vorsaison.

Freuen Sie sich schon auf die Champions League? Haben Sie schon mit Ihrem Bruder Eden, der bei Chelsea spielt, darüber gesprochen, vielleicht gegeneinander zu spielen?

Hazard (grinst) Ja, natürlich haben wir uns darüber schon unterhalten, dass wir gern gegeneinander spielen würden. Es wäre für unsere gesamte Familie ein spezielles Spiel. Warten wir mal ab, was bei der Auslosung passiert.

Die ist Ende August. Die Chance, dass Borussia auf Chelsea trifft, liegt bei eins zu sieben.

Hazard Das klingt ja nicht schlecht. Es ist auf jeden Fall möglich. Aber ich freue mich auf jedes Spiel in der Champions League, egal, wie der Gegner heißt. Doch es wäre schon großartig, gegen Eden zu spielen. Es wäre natürlich schwierig für unsere Eltern, sie müssten sich ja entscheiden, zu wem sie halten (lacht).

Wer wäre denn der Favorit, was glauben Sie?

Hazard Das weiß ich nicht (lacht). Ich glaube ehrlich gesagt, sie würden uns beiden die Daumen drücken und vor allem hoffen, dass sich keiner von uns verletzt. Aber noch ist es ja noch nicht soweit. Noch müssen wir uns keine Gedanken über dieses Problem machen.

Was ist mit der Bundesliga. Borussia hat eine tolle Saison gespielt. Was ist mit der neuen Mannschaft in Ihren Augen möglich?

Hazard Wir haben einige neue Spieler, da brauchen wir vielleicht etwas Zeit. Aber wir müssen bis zum ersten Spiel bereit sein. Dortmund ist ein schwerer Gegner zum Auftakt. Aber das erste Spiel ist immer schwer, für alle Mannschaften. Die letzte Saison war fantastisch, es wird nicht leicht, das zu wiederholen. Aber wir werden es versuchen.

... mit Ihnen als Zehn?

Hazard (grinst) Ich habe die Nummer 10, ob ich aber der Zehner sein werde, weiß ich nicht. So oder so werde ich mein Bestes geben.

Quelle: RP
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