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Borussia Mönchengladbach
Nico Elvedi: "Hoffe, dass Favre mich weiterentwickelt"

Das ist Nico Elvedi
Das ist Nico Elvedi FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Borussia hat am Mittwoch den 18 Jahre alten Nico Elvedi vom FC Zürich verpflichtet. Der 1,88 Meter große Verteidiger unterschieb einen Vierjahres-Vertrag. Er kommt für vier Millionen Euro nach Gladbach. Von Karsten Kellermann

"Wir verfolgen Nico seit zwei Jahren intensiv. Er ist ein Spieler mit großem Potenzial und hat eine große Zukunft vor sich", sagte Sportdirektor Max Eberl über den Neuling. Elvedi, der in der vergangenen Saison den Schritt in den Profikader des FC Zürich schaffte sprach danach über seine Entscheidung, nach Gladbach zu gehen, und seine Erwartungen für die kommende Saison.

Herr Elvedi, warum haben Sie sich für den Wechsel vom FC Zürich zu Borussia entschieden?

Nico Elvedi Borussia ist ein toller Verein mit großartigen Fans, einer klasse Mannschaft und mit einem super Trainer. Ich bin auf alles gespannt, was jetzt auf mich zukommt. Ich hoffe, ich werde meine Chance kriegen und dann will ich sie nutzen.

Die Einsatzzeiten der Borussen FOTO: dpa, bt jai

Sie haben die Atmosphäre im Borussia-Park schon einmal erlebt – beim 0:3 des FC Zürich in der Europa League waren Sie dabei.

Elvedi Es war für mich ein einmaliges Erlebnis, damals in diesem Stadion zu spielen. Wir haben ja leider 0:3 verloren, aber ich habe trotzdem die Stimmung genossen. Jetzt will ich so etwas natürlich öfter erleben, dann aber für Borussia auf dem Rasen stehen.

Borussia hat einen Trainer aus der Schweiz, zudem stehen in Yann Sommer, Granit Xhaka und Josip Drmic drei weitere Schweizer Spieler im Gladbacher Kader. Hilft Ihnen das?

Elvedi Für mich ist es natürlich gerade am Anfang wichtig, Ansprechpartner zu haben, die auch aus der Schweiz kommen, das macht es mir leichter. Mit Yann Sommer habe ich auch schon ein paar Worte gewechselt.

Sie haben gesagt, Favre sei ein super Trainer. Was erhoffen Sie sich von der Arbeit mit ihm?

Elvedi Ich hoffe, dass er mich weiterentwickelt. Ob ich dann spiele, das habe ich selbst in der Hand. Ich werde versuchen, mich im Training aufdrängen.

Sie sind in der Defensive variabel einsetzbar: als Innenverteidiger links und rechts, Sechser und als rechter Außenverteidiger. Was ist Ihre bevorzugte Position?

Elvedi Ich habe bis zur U18 im zentralen Mittelfeld vor der Abwehr gespielt. Dann wurde ich weiter nach hinten geschoben. Jetzt fühle ich mich als Innenverteidiger am wohlsten.

Sie waren für uns die fünf Besten FOTO: dpa, gam jai

Nicht nur in Gladbach, sondern in der gesamten Bundesliga gibt es viele Schweizer. Woran liegt das?

Elvedi Zunächst einmal freue ich mich, dass wir Schweizer so interessant für die Bundesliga sind. Wir haben bei uns eine sehr gute Ausbildung und die Tatsache, dass so viele Schweizer in der Bundesliga spielen, spricht dafür, dass die Ausbildung bei uns gut ist.

Borussia spielt in der kommenden Saison in der Champions League. Trauen sie sich das zu?

Elvedi Er ist erst mal ein großer Schritt für mich aus der Super League in der Schweiz in die Bundesliga. Das ist die erste Herausforderung, die ich Schritt für Schritt angehen werde. Aber ich habe für den FC Zürich auch schon in der Europa League gespielt, unter anderem gegen Top-Team wie Borussia und Villarreal. Ich traue mir auch die Champions League zu.

Sie bekommen die Rückennummer 30 – war das Ihr Wunsch?

Elvedi Ja. Ich hatte diese Nummer schon in Zürich und habe mir die 30 auch nun in Gladbach gewünscht.

Aufgezeichnet von Karsten Kellermann

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