| 15.43 Uhr
Borussia Mönchengladbach
Oscar Wendt: "Habe einen Fehler gemacht"
Bundesliga 12/13: Fan-Reaktionen auf Pfiffe gegen Wendt
Bundesliga 12/13: Fan-Reaktionen auf Pfiffe gegen Wendt FOTO: dpa, rwe jhe
Oscar Wendt hat gegen die SpVgg Greuther Fürth seinen wohl bewegtesten Nachmittag im Borussendress erlebt. Im Interview mit unserer Redaktion spricht er über seine abfällige Geste in Richtung Fans und sein persönliches Pfeifkonzert.

Die Fans haben Sie beim 1:0-Sieg gegen Greuther Fürth ausgepfiffen. Was war los?

Oscar Wendt Ich hatte das Gefühl, dass die Zuschauer auf meiner Seite zu früh gegen uns gepfiffen haben, als es bei uns nicht so gut lief. Ich kann verstehen, wenn die Leute nicht zufrieden sind, wenn das Spiel nicht klappt. Aber das kann passieren. Darum fand ich es nicht gut, dass schon nach wenigen Minuten gepfiffen wurde.

Sie haben das dem Publikum dann mit einer Geste auch klar gemacht.

Wendt Das stimmt. Ich habe mit der Hand eine Geste zu den Fans auf meiner Seite gemacht.Da habe ich einen Fehler gemacht. Es tut mir leid, dass ich das gemacht habe. Danach haben die Leute dann immer gepfiffen, wenn ich am Ball war. Ich habe mich dann in der Halbzeit und nach dem Spiel bei der Ostgeraden entschuldigt.

Nach dem Spiel hat die Nordkurve ihren Namen gerufen. Tat das gut?

Wendt Das war natürlich schön. Da hatte ich wenigstens ein bisschen Unterstützung (grinst). Aber im Spiel hat ja auch nur ein kleiner Teil der Fans gepfiffen, die meisten haben uns über 90 Minuten unterstützt.

Sie haben sich auch mit einer Torvorlage für Luuk de Jong rehabilitiert. War das eine Genugtuung?

Wendt Nein, es war keine Genugtuung, aber ich freue mich natürlich, dass ich ein Tor vorbereitet habe. Wir wollten das Spiel gewinnen und haben die Chance, uns für den Europapokal zu qualifizieren. Wir haben in dieser Saison international gespielt, das war eine tolle und wichtige Erfahrung. Alle im Klub wollen das wieder schaffen. Dafür werden wir alles tun.

Wie haben Sie die Szene, die zum Tor führte, erlebt?

Wendt Dass der Ball in der Szene nach dem Pass von Amin Younes zu mir kam, war sicherlich ein bisschen glücklich. Der Torwart kam raus, ich selbst konnte nicht schießen. Ich habe dann Luuk in der Mitte gesehen.
(grinst) Na, er ist ja groß und nicht zu übersehen. Ich habe den Ball zu ihm gespielt. Luuk ist ein Torjäger und hat es dann gezeigt, er hat den Ball rein gemacht.

Warum hat sich Borussia so schwer getan?

Wendt Fürth hat ein hohes Pressing gespielt, das hat uns Probleme bereitet, dadurch hatten wir Probleme im Spielaufbau. Das Balltempo war zu langsam, Fürth konnte sich bei unseren Angriffen im wieder formieren. Kurz vor der haben wir mehr Tempo gemacht, das war dann besser. Wir wollten nach der Pause den Sieg unbedingt erreichen. Es war dann ein seltsames Spiel. Es wurde auf beiden Seiten gekontert, alle sind gefühlt 200 Kilometer gelaufen: Konter, Konter, Konter. Dass wir das Tor dann gemacht haben, war wichtig, weil wir gewinnen wollten. Das müssen wir auch, wenn wir gegen den Tabellenletzten Fürth zu Hause spielen.

Quelle: can/url/csi