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Borussia Mönchengladbach
Herrmann ist wieder Gladbachs Held

Gladbach - Freiburg
Gladbach - Freiburg FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach hält weiter Kurs auf eine perfekte Auftakt-Woche ins Bundesligajahr 2015. Nach dem 1:0 am Samstag beim VfB Stuttgart schlug die Mannschaft von Trainer Lucien Favre am Dienstagabend auch den SC Freiburg 1:0 und fährt nun voller Selbstvertrauen und mit 33 Punkten auf der Habenseite am Freitagabend zum Westschlager beim FC Schalke 04 (20.30 Uhr). Von Stefan Klüttermann

Dabei machten es die Borussen gegen die Freiburger aus ihrer Sicht unnötig lange spannend. Ja, ein Zwischenstand von 3:0 nach sieben Minuten ist in einer in weiten Teilen ausgeglichenen Bundesliga naturgemäß eher die Ausnahme. Aber im Borussia-Park hätte ein Gladbacher 3:0 nach sieben Minuten diesmal die logische Folge einer konsequenten Chancenverwertung sein müssen. Doch furios loslegende Gastgeber vergaben – zweimal in Person von Patrick Herrmann und einmal durch Branimir Hrgota – allzu leichtfertig die Möglichkeit, ihren Arbeitstag bereits 83 Minuten vor dem eigentlichen Ende auf "entspannt" stellen zu können. Herrmann scheiterte zunächst per Volleyschuss an Freiburgs Schlussmann Roman Bürki, dann einmal etwas überhastet im Eins gegen Eins, und Hrgota hatte seinerseits völlig freistehend im Strafraum offensichtlich zu viel Zeit zum Überlegen und schob den Ball am Tor vorbei.

Doch die so oft bemühte Fußball-Weisheit, der zufolge es sich rächt, wenn man seine Chancen nicht nutzt, blieb Favres Team trotzdem erspart. Zum einen, weil der Schiedsrichter bei Nils Petersens Treffer für die Breisgauer auf Abseits entschied, zum anderen, weil es Herrmann, schon in Stuttgart Torschütze, bei seiner dritten Chance besser machte und eine Hereingabe von links trocken zur Gladbacher Führung einschoss. Der Flügelflitzer und seine zehn Mitstreiter in Borussias Startelf wurde übrigens Ungewöhnliches zuteil: Zum ersten Mal im 29. Pflichtspiel dieser Saison schickte Favre zweimal hintereinander die exakt selben Spieler ins Rennen.

Allerdings gönnten sich die Gastgeber in der zweiten Hälfte eine dann doch sehr üppig ausfallende Pause von Tempo und Kreativität und überließen Freiburg phasenweise sogar die Kontrolle über das Geschehen auf dem Rasen. Doch über die gesamte Partie hinweg gesehen profitierten die Borussen aber letztlich genau davon, dass sich spielstarke Breisgauer beim Favoriten nicht in der eigenen Defensive verkrochen, sondern eben versuchten, mitzuspielen und so dem Gegner viele und große Räume anboten. Die wusste Borussia vor allem in der starken ersten Halbzeit zu nutzen, weil die Mittelfeldzentrale um Granit Xhaka und Christoph Kramer da oft genug intelligente Angriffe initiierte und das Zusammenspiel mit den schnellen Offensivleuten gut funktionierte. So gut, dass nach sieben Minuten alles hätte entschieden sein können.

Mit 33 Punkten hat Borussia damit genauso viele Punkte wie in der vergangenen Rückrunde auf dem Konto. Nur, dass man damals mit zwei Niederlagen ins Neue Jahr gestartet war. Da ist der aktuelle Kurs "perfekte Auftakt-Woche" allen Borussen dann deutlich lieber.

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