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Borussia
Plant Frontzeck Änderungen?

Dortmund - Gladbach: Einzelkritik
Dortmund - Gladbach: Einzelkritik FOTO: ddp
Es war 1975 und nach einem 3:5 im Pokalspiel gegen den 1. FC Köln, als Trainer Hennes Weisweiler entschied, an der taktischen Ausrichtung seiner Borussia zu feilen. Von Karsten Kellermann

Er verordnete ihr mehr Sicherheit in der Defensive und steigerte die Geschwindigkeit im Spiel nach vorn. Borussias wurde brutal konternd Meister und Uefa-Pokalsieger. Auch in dieser Saison gab es nach einer Niederlage eine Zäsur und die Wende zum Besseren.

Nach dem 0:1 gegen Borussia Dortmund, in der Hinrunde "zog Michael Frontzeck die richtigen Schlüsse", wie Sportdirektor Max Eberl sagte. Es folgten "viereinhalb Monate, in denen die Mannschaft auf gutem Niveau spielte", so Frontzeck.

Das Hinspiel gegen den BVB sei, das sagte Frontzeck vor dem 0:3 in Dortmund am Samstag, die fußballerisch schlechteste Leistung seines Teams gewesen. "Dann haben wir gegen Wolfsburg die Grundformation geändert, das hat trotz des 1:2 gut funktioniert. Danach haben wir etwas aufgebaut".

Nun könnte es wieder eine Zäsur geben nach Dortmund. Denn die Darbietung der Borussen war noch miserabler als die im ersten Vergleich mit der westfälischen Namenscousine. "Das war indiskutabel", fand Tobias Levels. "Wir müssen unsere Lehren aus dem Spiel ziehen", sagte Eberl.

Nun spricht Frontzeck zu Beginn einer Trainingswoche gern im Konjunktiv, wenn er auf die kommende Aufgabe, in diesem Fall wieder die gegen den Deutschen Meister aus Wolfsburg, angesprochen wird. "Die Mannschaft hat es lange gut gemacht. Aber vielleicht muss man mal frisches Blut reinbringen", sagte Frontzeck gestern. Ob das gegen Wolfsburg der Fall sein wird, ließ er offen. Eine System-Variation steht sicher nicht an, doch sind personelle Änderungen denkbar.

So könnte Michael Bradley, der zuletzt wenig überzeugend spielte, ein Kandidat für eine Pause sein. Das könnte die Chance sein für den jungen Tony Jantschke, der dann den Auftrag hätte, neben dem in Dortmund starken Marcel Meeuwis vor der Abwehr für Ordnung zu sorgen. Das Duo spielte schon in der Schlussphase beim BVB zusammen. Thorben Marx, zuvor gesetzt auf der "Sechs", läuft zwar wieder, ist aber längst noch nicht fit.

Möglich, dass Frontzeck auch über eine Umstellung im Angriff sinniert. Raúl Bobadilla und Roberto Colautti waren in Dortmund arg unproduktiv. Rob Friend und/oder Karim Matmour wären die Alternative(n). Friend, dessen Berater jetzt Gesprächsbedarf anmeldete, was die Rolle seines Schützlings angeht, und von Anfragen aus der Türkei, Frankreich England sprach, mag seine Jokerrolle nicht, dazu steht er: "Ich will spielen und Tore machen." Möglich, dass Friend Samstag von Beginn an die Gelegenheit dazu bekommt. "Ich entscheide am Freitag", sagte Frontzeck.

Quelle: RP
 
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