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Borussia Mönchengladbach
Positionswechsel - zurück zu den Wurzeln

Mönchengladbach. Die Länderspielpause hat zwei Seiten. Einerseits unterbricht sie den positiven Lauf, den die Borussen zuletzt hatten. Andererseits tut es gut, dass es nach den intensiven englischen Wochen in diesen Tagen etwas geflissentlicher zugeht. André Hahn entscheidet sich für den positiven Ansatz. Die drei freien Tage, die Trainer André Schubert den Spielern, die nicht auf Länderspielreise sind, gönnte, "waren gut, um Kraft zu tanken", sagt er. Von Karsten Kellermann

Hahn will nun die bundesligafreie Zeit nutzen, um Schubert im Training und im Testspiel am Freitag gegen Duisburg seine Qualitäten vorzuführen. Denn erste Wahl ist er nicht, seit Schubert den von Lucien Favre verlassenen Posten eingenommen hat.

 

"Wir haben hohe Qualität im Kader. Der Trainer wollte Stabilität reinbringen. Er hat er mit der Mannschaft, die jetzt gespielt hat, die Wende geschafft. Dass er dann nicht viel wechselt, ist normal. Das muss man als Spieler akzeptieren", sagt Hahn. Doch er weiß, dass im Fußball selten etwas in Stein gemeißelt ist: "Wir haben noch harte Wochen vor uns. Und die Elf, die bis jetzt gespielt hat, wird es nicht immer machen können bei der großen Belastung."

Immerhin gehörte er immer zu denen, die regelmäßig eingewechselt wurden. Dabei wurde eine Tendenz offenbar: "Der Trainer sieht mich wieder auf der Seite." Ex-Coach Lucien Favre, über dessen überraschenden Abgang in der Borussen-Kabine noch immer ab und an gesprochen wird, wie Hahn sagt, hatte ihn in dieser Saison eher im Zentrum des Sturms einsortiert.

Es ist ein Job, den Hahn durchaus mag und den er auch kann. Jetzt aber geht es zurück zu Hahns Wurzeln, denn aus Augsburg wurde er 2014 als Flügelstürmer geholt. Dort, bei den bayerischen Schwaben, hat er nach einer bis dahin kurvigen Karriere den Durchbruch geschafft - bei Trainer Markus Weinzierl.

Dessen Name fällt derzeit oft, wenn in Debattierrunden rund um Borussia das Thema Favre-Nachfolge zur Sprache kommt. Dass dem so ist, verwundert Weinzierls früheren Schüler nicht. "Er ist ein super Trainer und wird nicht umsonst so hoch gelobt. Er hat in Augsburg bewiesen, was er kann, ist ein junger, lernwilliger Trainer und arbeitete sehr gut mit den Spielern", fasste Hahn seine Erfahrungswerte zusammen. "Natürlich würde es mich freuen, wieder mit ihm zu arbeiten. Aber es sind alles nur Spekulationen. Darum warte ich mal ab, wer am Ende unser Trainer wird", sagt Hahn.

Quelle: RP
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