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Borussia Mönchengladbach
Schubert: "Müssen in Stuttgart an die Grenzen gehen"

Chronologie: Die 1680 Tage des Lucien Favre bei Borussia
Chronologie: Die 1680 Tage des Lucien Favre bei Borussia FOTO: dapd
Mönchengladbach. Folgt man der Statistik, müsste es am Samstag beim Kellerduell zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia eigentlich ein 0:0 geben. Zwar haben die Gladbacher drei der letzten vier Dienstreisen nach Schwaben erfolgreich beendet, jeweils mit Siegen nämlich, doch sind die Ergebnisse absteigend: 3:0, 2:0 und zuletzt 1:0. Zwischendurch setzte es eine 0:2-Pleite. Von Karsten Kellermann

Gegen eine torlose Geschichte am Rande der "Cannstatter Wasen", die derzeit in der Nähe des Stuttgarter Stadions stattfinden, spricht indes, dass beide Mannschaften durchaus einen offensiven Ansatz haben: Der VfB schon länger, indes fehlte die Konsequenz beim Torschuss, was sich aber beim 3:1-Sie in Hannover am Mittwoch wesentlich änderte. Und Borussia fegte zeitgleich regelrecht über den FC Augsburg hinweg mit aggressiven Pressing weit in des Gegners Hälfte und gnadenloser Effektivität vor dem Tor, vor allem in Halbzeit eins: vier der ersten sechs Torschussversuche landeten im Ziel. So könnte es ein Kellerduell auf hohem Niveau werden.

Der VfB hat, wohl angesichts der Tatsache, dass die Borussen als Champions-League-Teilnehmer anreist, für die Partie einen Topzuschlag erhoben. "Das ehrt uns natürlich", sagte Eberl. Borussias Interimstrainer André Schubert warnte jedoch vor zu großen Erwartungen: "Topspiele sind oft nicht das, was man von ihnen erwartet", sagte er. Letzten Endes geht es für beide Teams darum, nach dem miesen Start mit jeweils fünf Niederlagen den am Mittwoch erarbeiteten positiven Trend fortzusetzen.

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Schubert sieht den Aspekt, dass die Borussen unten dabei sind als eher temporäre Erscheinung. "Ich hoffe natürlich, dass wir uns auf Dauer befreien können", sagte er. Um nach dem Sieg gegen Augsburg weiter auch in Stuttgart erfolgreich zu sein, müsse seine Mannschaft eine enorme Laufbereitschaft an den Tag legen und "bis an die Grenzen gehen". Schubert wird nun in seine Spieler hineinhören, um herauszufinden, wer nach dem kräftezehrenden Arbeitseinsatz gegen Augsburg bereit dazu sei. Entsprechend wird er dann aufstellen.

Dass die Borussen auswärts etwas gedämpfter beginnen als am Mittwoch, kann sein. "Allerdings weiß die Mannschaft um ihre Qualitäten in der Offensive und bei der aktiven Verteidigung", sagte Schubert. "Wir werden nicht immer voll vorne draufgehen können, das ist klar. Aber auch als wir uns gegen Augsburg etwas dosierter gespielt haben, hatten wir einige gute Chancen", sagte Schubert. Sein Ansatz bleibt tororientiert. "Mir hat gefallen, dass wir gegen Augsburg bei allen Angriffen viele Spieler in der Box hatten, dann wird man immer auch torgefährlich", sagte er.

Personell bleibt es wie gegen Augsburg dabei, dass Schubert auf Martin Stranzl (Bruch der Augenhöhle) und Tony Jantschke (schwere Unterschenkelprellung) verzichten muss. Fraglich ist zudem Josip Drmic, der krank war. "Wir werden sehen, ob er wieder fit ist", sagte Schubert.

Die Ära Lucien Favre in Zahlen
Quelle: RP
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