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Borussia Mönchengladbach
Sechs Thesen zum U23-Start

Borussia Mönchengladbach: Sechs Thesen zum U23-Start
Torjubel wie hier bei Bilal Sezer soll es auch in der Rückrunde reichlich für die U23 geben. FOTO: Theo Titz (Archiv)
Fussball. Mit dem Derby gegen Alemannia Aachen beginnt heute Abend für Borussias U23 die zweite Saisonhälfte. Unser Autor hat sechs Thesen aufgestellt, die den restlichen Saisonverlauf des Teams von Arie van Lent bestimmen könnten. Von Sascha Köppen

Am Freitagabend startet Borussias U23 gegen Alemannia Aachen (Grenzlandstadion, 19.30 Uhr) als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte der Regionalliga West. Das Ziel ist klar: Es soll ein neuer Angriff auf die Dritte Liga unternommen werden. Das wollen nicht nur die Spieler, sondern auch der Verein, der diesbezüglich jedoch keinerlei Druck verbreitet. Wir haben vor dem Auftakt einige Thesen auf gestellt, die den restlichen Saisonverlauf bestimmen könnten.

These 1 - Einen Mitbewerber könnte der VfL bereits heute Abend entscheidend zurückwerfen. Denn im Falle eines Sieges läge der ehemalige Bundesligist vom Tivoli bereits zwölf Zähler hinter dem VfL – was die Aachener wohl nur noch schwer aufholen sollten. "Nach den Turbulenzen in Aachen scheint nach der Trennung von ein paar Spielern und dem Trainerwechsel jetzt ein wenig Ruhe einzukehren. Sie werden fraglos mit voller Kraft versuchen, den Rückstand auf uns zu verkürzen", sagt U23-Trainer Arie van Lent, der aber nicht gerade den Eindruck macht, dem nichts entgegen setzen zu können.

These 2 - Der fast durchgehend doppelt besetzte Kader kann am Ende den Ausschlag für die Borussen geben. Der Kader der U23 bietet auf fast allen Positionen nicht nur eine Alternative, sondern eine gute Zweitlösung, vielleicht mit Ausnahme des linken Verteidigers. Hier ist Christopher Lenz, der im Sommer zu Union Berlin wechseln wird, die einzige "natürliche" Option. "Ich freue mich für Christopher, und ich glaube nicht, dass wir uns Gedanken machen müssen, er könnte nicht voll bei der Sache sein", stellt der Trainer klar. Noch nicht auf dem Platz ist aktuell nur Joel Mero. Benno Mohr und Wilfried Sarr sind auf einem guten Weg, Gianluca Rizzo musste nur kurz pausieren.

These 3 - Einige zentrale Spieler sind in ihrer Entwicklung nach einem Jahr ein deutliches Stück weiter "Ich finde, dass die Spieler, die gerade aus der U19 gekommen sind, in dem halben Jahr einen großen Schritt gemacht haben, auch wenn sie nicht immer spielen", befindet van Lent, der bei der Beschreibung der Entwicklung kaum einen der Spieler wirklich ausnehmen möchte. "Auch Routiniers wie Oliver Stang, Giuseppe Pisano oder Thomas Kraus, aber auch Tim Knipping und viele andere haben Schritte gemacht." Zu einem immer effektiveren Torjäger hat sich auch Marlon Ritter gemausert.

These 4 - Der knapp verpasste Aufstieg in die Dritte Liga vom Juni 2015 ist für die Spieler eine Triebfeder, um eine zweite Chance zu kämpfen und es dann besser zu machen. Der nicht zuletzt von Amateurdirektor Roland Virkus befürchtete Druckabfall nach dem verpassten Aufstieg ist ausgeblieben. "Was danach gekommen ist, war einfach toll", sagt der Coach. "Man merkt den Jungs vor jedem Spiel an, dass sie ihre Position da oben verteidigen wollen. Das macht wirklich Spaß."

These 5 - Unter Trainer van Lent hat sich die Punkte-Bilanz der U23 verbessert Der Durchschnitt der zehn Spiele, in denen van Lent in der Regionalliga für die U23 zuständig war, kann sich sehen lassen. 2,3 Punkte holte er im Schnitt, in den neun Partien zuvor unter André Schubert waren es durchschnittlich nur 1,78 Punkte. Sollte dieser Durchschnitt in den noch ausstehenden Spielen nur ansatzweise weiter Bestand haben, kann erneut die Meisterschaft glücken.

These 6 - Mit der Abwehr gewinnt man Meisterschaften, und Borussias U23 hat in den vergangenen zehn Spielen die beste Defensive gehabt. Nur acht Gegentreffer hat die U23 unter dem ehemaligen Stürmer van Lent in den vergangenen zehn Spielen kassiert, das ist in diesem Zeitraum absoluter Liga-Bestwert. "Die Verletzung von Nils Rütten war für uns problematisch, aber wir haben vor der Abwehr mit Joel Mero oder Steffen Nkansah immer neue Varinaten probiert, die dann ganz gut funktioniert haben", erklärt van Lent. Sind alle fit, stehen noch mehr Varianten zur Verfügung.

Quelle: RP
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