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Borussia Mönchengladbach
Sippel zeigt, dass auf ihn Verlass ist

Fotos: Sippel gibt Pflichtspiel-Debüt für die Borussia
Fotos: Sippel gibt Pflichtspiel-Debüt für die Borussia FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Gelungene Premiere für Tobias Sippel: Borussias Backup im Tor spielt zu Null und muss sich auch keinem Elfmeterschützen stellen. Von Karsten Kellermann

Ein Torwart, der kein Tor kassiert, ist immer zufrieden. Zumal, wenn die Kollegen zwei Tore schießen, wie die Borussen gegen Wolfsburg. So war es ein perfektes Gladbach-Debüt für Tobias Sippel. Er habe zuvor eine gewisse Anspannung gespürt, sagte Sippel, der sein erstes Bundesligaspiel seit dem 5. Mai 2012 machte. "Aber die Jungs haben es mir leicht gemacht, und Yann hat mir sechsmal Glück gewünscht." Sippel verdankte seinen Erstling der gebrochenen Nase von Stammkeeper Yann Sommer, die dem Schweizer den 59. Pflichteinsatz am Stück vermieste.

Sippel hatte eine Vorlage für diesen "besonderen" Tag. Auch in der Saison 2011/2012 musste er lange auf seinen ersten Einsatz beim 1. FC Kaiserslautern warten. Am 24. Spieltag war es soweit. Auch da war Wolfsburg der Gegner. Sippel hielt sein Tor sauber beim 0:0. Wie jetzt. Die Null zu halten, das ist Sommer noch nicht geglückt in dieser Saison. Viel geprüft wurde Sippel nicht, drei Versuche brachte Wolfsburg auf sein Tor. "Was durchkam, musste ich auch halten", sagte Sippel.

Dass er eine andere Art des Torwartspiels pflege als Sommer, sei logisch, "jeder Torwart hat seinen eigenen Stil". Seiner ist durch viele Jahre in Lautern geprägt. Da sind die Tormänner nicht so extrem ins Aufbau-Spiel eingebunden wie in Gladbach. "Da muss ich mich noch ein bisschen reinfinden", sagte Sippel. So gab es öfter als sonst weite Schläge von hinten. Trainer André Schubert hat aber erlaubt, den Ball auch mal "zu löschen", sprich: lang zu spielen. "Er hat gesagt, es sei eine Phase, in der man nicht immer schön spielen muss. Ich denke, die Mischung war okay", sagte Sippel. Er hat sein Debüt genutzt, um zu zeigen, dass Borussia einen Sommer-Backup geholt hat, auf den Verlass ist. Das war eine der vielen guten Nachrichten des Tages.

Ein andere war: Es gab mal keinen Elfmeter gegen Gladbach. Sekundenlang fühlte es sich indes danach an, und Sippel war am Schreckmoment beteiligt. Er warf sich André Schürrle entgegen und der Nationalspieler landete auf dem Rasen. Schiedsrichter Felix Zwayer zeigte aber nicht auf den Punkt, sondern gab Abstoß. "Ich wollte eigentlich früher hin, aber durch die vergangenen Wochen habe ich mir gesagt: Sei lieber vorsichtig. Ich denke, es war kein Elfmeter", sagte Sippel. Die folgende Rudelbildung, an deren Ende Zwayer Schürrle und Granit Xhaka zum Rapport bat, war grundlos.

Ob Sippel auch nach der Länderspielpause spielen darf, hängt von Sommers Nase ab. "Er sieht ja im Moment noch etwas bescheiden aus, wenn ich das so sagen darf. Aber er fährt jetzt erstmal zur Nationalmannschaft und wird da mit einer Maske spielen. Wenn das funktioniert, wird er in Frankfurt wieder spielen", weiß Sippel.

Quelle: RP
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