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Borussia Mönchengladbach
So steht es um die U 23 vor dem Start in die Regionalliga

Fussball. Morgen beginnt die Saison gegen Erndtebrück. Hier die Ausgangslage für den Titelverteidiger: Von Stefan Klüttermann

Nach einer sehr kurzen Sommerpause von nur gut drei Wochen und einer danach straffen Vorbereitung steht für Borussias U 23 mit ihrem neuen Trainer André Schubert nun morgen (14 Uhr) im Grenzlandstadion der Regionalliga-Start gegen Aufsteiger TuS Erndtebrück an. Der Vorjahres-Meister, der erst in der Aufstiegs-Relegation an der Dritten Liga scheiterte, scheint gut für die neue Spielzeit gerüstet.

Die Testspiele Die Testbilanz von Schubert kann sich durchaus sehen lassen. In acht Testspielen fuhren die Borussen sieben Siege ein und mussten sich lediglich gegen den schottischen Erstligisten FC Motherwell mit einem Unentschieden begnügen. Natürlich weiß der neue Trainer, dass Tests nicht überzubewerten sind. Doch er fordert stets auch in solchen Spielen die maximale Leistungsbereitschaft. Diese Botschaft schien nicht nur beim 7:0 gegen Aufsteiger Wegberg-Beeck angekommen zu sein.

Der Kader Der einzige der sechs Abgänge, der in der abgelaufenen Spielzeit zum Stammpersonal unter Sven Demandt gehörte, ist Mittelfeldspieler Matthias Zimmermann. Der einst als Profi verpflichtete Mittelfeldspieler wurde mit Thomas Kraus vom Drittligisten Fortuna Köln durch einen 28-jährigen Führungsspieler ersetzt, den Schubert als "guten Jungen" bereits lobend erwähnt hat. Dafür gibt es eine Reihe zusätzlicher Alternativen, etwa Gianluca Rizzo im Angriff oder Wilfried Sarr und Steffen Nkansah in der Verteidigung. Zudem wurden auch im Profibereich junge Spieler verpflichtet, die ihre Einsätze in der U23 bekommen werden, wenn es oben nicht gleich reichen sollte. In Moritz Nicolas will zudem ein erst 17-jähriger Torhüter, der von RW Essen kam, Martin Kompalla Konkurrenz machen.

Das System Die Spielidee Schuberts ähnelt durchaus der, für die auch Lucien Favre steht: viel Ballbesitz, schnelles Umschalten. Dabei hat die U23 in der Vorbereitung kaum Gegentore kassiert. "Finden Sie, dass wir defensiv gespielt haben?", antwortete Schubert jüngst mit einer Gegenfrage darauf, wie die wenigen Gegentore zustande gekommen seien. Das hat sein Team mitnichten. Denn den nur drei Gegentoren in acht Spielen stehen 44 eigene Treffer gegenüber, und das nicht nur gegen Kreis- und Bezirksligisten. Das zeigte zuletzt auch das 4:0 gegen Hannover 96 II. Gerade von den Außenverteidigern ist so viel Bewegung gefragt, die Fehlerquote im Aufbau darf nicht zu hoch sein.

Die Perspektive Ein Saisonziel in Zahlen zu beziffern, ist nicht Schuberts Art. Gern negiert er die Anwesenheit von Druck, und diesen wird ihm auch niemand machen, schon gar keine Vorgabe, die Meisterschaft der Vorsaison wiederholen zu müssen. Fraglos kann die U23 aber wieder um die Spitze mitspielen. Das wollen wie immer aber auch Traditionsvereine wie Essen, Aachen, Oberhausen, das finanzstarke Viktoria Köln oder Drittliga-Absteiger Dortmund II. Es dürfte also wieder interessant werden.

Quelle: RP
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