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Borussia Mönchengladbach
Ter Stegen zu Real? Eberl: "Quatsch"
Foto-Porträt: Das ist Marc-Andre ter Stegen
Foto-Porträt: Das ist Marc-Andre ter Stegen FOTO: ddp
Mönchengladbach. Die Borussia widerspricht Gerüchten, nach denen ihr Schlussmann Marc-Andre ter Stegen den zurzeit verletzten Iker Casillas in Madrid ersetzen soll. Von Karsten Kellermann und André Schahidi

Für Marc-Andre ter Stegen war es ein ruhiges Niederrhein-Derby. Borussia Mönchengladbachs Torwart wurde beim 2:1 kaum geprüft von Fortuna Düsseldorfs Spielern, am Elfmetertor von Dani Schahin war er schuldlos. Obwohl ter Stegen auf dem Rasen nicht im Mittelpunkt stand, war der Torwart ein Tuschelthema am Rande des Nachbarschaftsduells. Dass er bei einigen Spitzenklubs in Europa auf dem Zettel steht, ist längst bekannt. Nun aber hieß es, Real Madrid wolle ter Stegen sofort, weil sich Iker Cassilas verletzt hat.

"Das ist Quatsch", sagt Borussias Sportdirektor Max Eberl. Und: "Es ist doch klar, dass ein so junger Torwart, der auf so hohem Niveau spielt, das Interesse anderer Vereine weckt. Aber Marc hat bei uns einen Vertrag bis 2015 und er sieht, was hier aufgebaut wird und möchte diesen Weg auch gerne mitgehen." Da Madrid nun Diego Lopez (31) vom FC Sevilla geholt hat, dürften auch die "Königlichen" einen Sofort-Wechsel ter Stegens nicht auf der Agenda haben.

Ter Stegen selbst setzt sich mit Gerüchten nicht weiter auseinander. Er fühlt sich geehrt, ja, doch mag er sich nicht weiter dazu äußern. "Borussia ist für mich die Nummer eins. Und das ist auch gut so", sagte er. Ter Stegen tut gut daran, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er ist sicherlich einer, der irgendwann Pläne jenseits Borussias hat, denn er ist ehrgeizig. Doch ter Stegen weiß auch, was er an Gladbach hat, dem Klub, bei dem er groß geworden ist. Er ist die unumstrittene Nummer eins. Das hat er vor allem in der Hinrunde gespürt, als er den ersten Leistungsknick seiner Karriere durchmachte.

Gladbach "der perfekte Verein"

Borussia vertraut ihm bedingungslos. Ex-Borusse Berti Vogts sieht in der Liaison des Torwarts mit Borussia die optimale Verbindung. "In der vergangenen Saison war er für mich der beste Torwart der Liga. Jetzt hat ein paar Fehler gemacht, sicher. Aber das gehört dazu bei einem jungen Torwart. Entscheidend ist, wie er damit umgeht. Hennes Weisweiler hat immer gesagt: Man darf Fehler machen, aber nicht zweimal den gleichen. Wenn es so ist, zeigt das, dass ein Spieler lernt. Das ist bei ter Stegen so. Für ihn ist es wichtig, sich in Ruhe in Gladbach zu entwickeln. Es ist für ihn der perfekte Klub", sagte Vogts jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung.

Ter Stegen hat sich wieder stabilisiert. Beim 1:1 in München am Ende der Rückrunde hielt er überragend, auch beim 0:0 in Hoffenheim wr er ganz stark. Nun gegen Düsseldorf strahlte er die nötige Sicherheit aus. Er schnappte sich die meisten hohen Bälle, die in seinen Strafraum flogen. So trug er dazu bei, dass die Borussen in der Phase, als sie Düsseldorf ins Spiel kommen ließen, nicht in Gefahr gerieten. "Wir haben die Ruhe bewahrt und sind gut über die Runden gekommen", sagte er.

Quelle: RP/seeg/csi/jre
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