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Kolodziejczak vorgestellt
"Eberl hat hartnäckig Kontakt zu mir gehalten"

Kolodziejczak in Gladbach vorgestellt
Kolodziejczak in Gladbach vorgestellt FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Timothée Kolodziejczak hat am Donnerstagmittag seinen ersten Auftritt im Borussia-Park gehabt. Der Zugang vom FC Sevilla, den die Gladbacher am Vortag verpflichtet hatten, posierte zunächst mit seinem neuen Trikot mit der Rückennummer 25. Von Georg Amend

Dann stellte Manager Max Eberl ihn kurz vor: "Er ist ein Spieler, den wir seit der U17 kennen, als Frankreich Europameister wurde. Wir haben ihn und seine Karriere weiter verfolgt. Das ist so ein bisschen unser Credo, dass wir junge Spieler im Blick behalten. Leider für Kolo, gut für uns, hat sein neuer Trainer andere Spieler spielen lassen." Eberl ergänzte: "Kolo verfügt über Erfahrung aus 200 Pflichtspielen, hat schon mit 17 sein erstes Champions-League-Spiel absolviert und zwei Mal den Europapokal gewonnen. Er ist ein aggressiver Spieler, der Spiele gewinnen will."

Der Innenverteidiger selber spricht Französisch und Spanisch und stellte sich in seiner Muttersprache vor: "Max hat hartnäckig und längere Zeit Kontakt zu mir gehalten. Es waren sehr, sehr gute Gespräche und ich kenne Borussia. Ich weiß um die gute Entwicklung, die der Verein genommen hat, und es hat mich sehr gereizt, hier zu spielen." Kolodziejczak gab als Ziele für seine Zeit bei Borussia an: "Vorrangig wollen wir uns in der Bundesliga-Tabelle verbessern. Für mich ist aber auch die Europa League reizvoll. Ich habe sie zwei Mal gewonnen und weiß, welche schönen Momente man dort erleben kann. Ich will mit Borussia da so weit wie möglich kommen." Dass es mit Blick auf die aktuelle Situation schwer werden könnte, nächstes Jahr in Europa zu spielen, stimme zwar, aber: "Wir haben noch ausreichend Spiele. Die Mannschaft und der Klub haben die Möglichkeit, das noch zu erreichen."

Porträt: Timothee Kolodziejczak – Borussias erster Wintertransfer FOTO: Dirk Päffgen

Kolodziejczak ergänzte über sich: "Ich glaube nicht, dass ich viel Zeit benötigen werde, um in der Bundesliga anzukommen. Ich habe in Frankreich und Spanien in der ersten Liga gespielt und damit relativ viel Erfahrung." Seine persönliche Zielsetzung: "Ich will ein wichtiger Spieler für Borussia sein und Verantwortung übernehmen. Ich habe aus Sevilla die Erfahrung, wo solche Tugenden gefragt sind, und die will ich jetzt hier einbringen."

Seine Lieblingsposition ist die zentrale Innenverteidigung, der Linksfuß hat nach eigener Aussage gerne den Ball am Fuß und löse Situationen gerne spielerisch. Dazu kommt aber auch: "Dem Gegner den Spaß am Spiel zu nehmen." Offensiv kann man von Kolodziejczak erwarten, dass er "gerade bei Ecken und Freistößen gerne in den Strafraum" gehe, da er darauf auch im Training besonderen Wert lege.

Dass er in Sevilla nicht mehr so zum Zuge gekommen sei, habe weniger mit dem Trainer als mit Problemen mit dem Sportlichen Leiter zu tun gehabt. Diese seien aber nun ausgeräumt und er wolle nicht mehr dazu sagen, betonte der 25-Jährige, der sich abseits des Fußballplatzes eher als ruhigen Typen beschreibt, der gern shoppen gehe und gute Klamotten zu schätzen wisse, und ansonsten Zeit mit Freunden und seiner Freundin verbringe.

Eberl stellte noch einmal heraus, dass "Kolo ein sehr, sehr guter Fußballer" sei. "Wir holen hier keinen Holzhacker, der nur über den Platz grätscht, wie ich das vielleicht getan habe. Er ist ein sehr guter Fußballer, der dazu noch die physischen Voraussetzungen hat, sich zu behaupten. Weil er beides vereint, ist er eine klare Verstärkung." Und noch wichtiger: "Er ist ein Gewinnertyp. Das sind genau diese Typen, die man in unserer Situation braucht, die sagen: Kommt Männer, wir schaffen das. Kolo wird eine neue Stimmung in die Mannschaft bringen, auch wenn er noch nicht fließend deutsch spricht. Aber er macht das auf eine andere Art." Kolodziejczak verabschiedete sich dann aber auf Deutsch: "Dankeschön."

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