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Borussia Mönchengladbach
Traoré: "Manchmal ist Fußball zu ernst"

Porträt: Das ist Ibrahima Traoré
Porträt: Das ist Ibrahima Traoré FOTO: Dirk Päffgen
Rottach-Egern. Ibrahima "Ibo" Traoré berichtet exklusiv für unsere Leser über seine Tage in Borussias Trainingslager.

Bonjour, Gladbach! Es ist schwer, über sich selbst zu sagen, man sei lustig. Aber wenn die Leute lachen, wenn ich etwas sage, weiß ich, dass ich was Witziges erzählt habe. Wie die Geschichte mit dem Schwimmen hier im Trainingslager.

Ich habe gesagt, ich mache nicht mit, weil die Fische im See größer sind als ich. Es ist ein Running Gag geworden. Manchmal ist es schwierig, wenn ich einen Scherz auf Französisch im Kopf habe, ihn dann auf Deutsch zu erzählen, es ist dann nicht der gleiche Spaß. Grundsätzlich sollte man viel lachen im Leben. Denn das Leben ist schön, und man sollte es nicht alles so ernst nehmen. Auch der Fußball ist manchmal eine viel zu ernste Sache.

Natürlich ist Fußball auch mein Leben, weil ich Profi bin. Aber es muss Spaß machen, und den sollte man sich nicht verderben, weil man alles zu ernst nimmt. Man kann ja trotzdem ernsthaft arbeiten. Insgesamt bin ich ein offener Mensch, der gern Spaß macht und mal die Leute ärgert. Hier im Trainingslager muss öfter mein WG-Genosse Thorgan Hazard dran glauben. Aber er versteht meinen Humor. Ich kann auch damit leben, wenn andere mit mir einen Spaß machen, das ist wichtig finde ich. Man muss auch über sich selbst lachen können. Und das kann ich.

Ich bin ein lockerer Typ. Ich habe zum Beispiel "Joe Dalton" auf meinem Fußballschuh stehen. Ich war von meinen Brüdern immer der Kleinste und habe immer die Anweisungen gegeben. Wie Joe Dalton. Ich kann fast über alles lachen. Aber es muss immer Respekt dabei sein. Es gibt eine Grenze, wenn man Scherze macht, man darf Menschen nicht verletzten. Einen Lieblingswitz habe ich übrigens nicht. Ich fabriziere lieber meine eigenen.

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