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Borussia Mönchengladbach
Verlängerung mit Wendt? Das ist alles eingeleitet

Das ist Oscar Wendt
Das ist Oscar Wendt FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Borussias Sportdirektor Max Eberl spricht über die Zukunft von Borussias Skandinaviern, seine Kaderplanung und Spieler auf Wiedervorlage.

Sommerpause ist eine Hoch-Zeit der Kaderplanung. Dabei steht ja immer die Frage im Mittelpunkt: Wer kommt? Aber es können ja auch Spieler gehen. Hat Branimir Hrgota Signale ausgesandt, dass er den Verein verlassen möchte?.

EBERL Nein, überhaupt nicht. Wir sind jetzt mit ihm auch so verblieben, dass wir die Sommerpause vorbeigehen lassen, die Vorbereitung beginnen und dann mit Branimir, aber auch mit Havard Nordtveit und Oscar Wendt, deren Verträge ja genauso bis 2016 laufen, über ihre Zukunft sprechen.

Das ist Max Eberl FOTO: dpa, mb tba

Das heißt, der 30. Juni ist kein Datum, das Borussia unter Druck setzt. Nur bis dahin würde der Verkauf eines dieser Spieler ja Sinn machen, wenn man denn nicht verlängern wollte.

EBERL Nein.

Folglich sehen alle drei ihre Zukunft bei Borussia, und Borussia plant auch weiterhin mit allen Dreien.

EBERL Ja. Branimir hatte zu Beginn der vergangenen Saison eine überragende Situation, die in der Rückrunde etwas abgeflaut ist. Trotzdem sind wir nach wie vor von dem Jungen überzeugt. Natürlich überlegt man, ist es gut, ihn bei uns zu behalten oder ihn auszuleihen, Fakt ist aber eben, dass wir im Sturmzentrum mit Max Kruse schon einen Abgang haben. Wir wollen einen Neuen holen und hätten dann weiter Branimir als jungen Spieler hinten dran. Da ist die Chance, das er zu Einsätzen kommen kann, ja auch groß.

Was ist mit Nordtveit und Wendt?

Saison 14/15: Das Zeugnis der Borussia-Spieler FOTO: dpa, fg nic

EBERL Bei keinem der beiden ist der Wunsch da, Borussia zu verlassen.

Nordtveit dürfte nach dem Weggang von Christoph Kramer die Karten für die Achterposition neben Granit Xhaka ja auch wieder neu gemischt sehen, oder?

EBERL Wir haben ja mit Lars Stindl keinen geholt, der nur auf der Acht spielen kann, sondern einen, der auch auf der Acht spielen kann. Also haben wir auf der Position mit Stindl, mit den jungen Dahoud und Schulz und eben mit Howie, der ja schon gezeigt hat, wie wichtig er für uns sein kann, eine sehr offene Konkurrenzsituation.

Oscar Wendt hatte ja zuletzt ohnehin schon eine Liebeserklärung an Borussia ausgesendet. Ist bei ihm eine Verlängerung nur noch Formsache?

EBERL Wir haben schon mit seinem Berater gesprochen. Das ist alles eingeleitet.

Kommen wir zum Thema Neuzugänge. Neue Leistungsträger findet eine sportlich emporgekommene Borussia immer öfter in der Bundesliga.

Vereins-Check: Das waren die Ziele, das wurde erreicht FOTO: Dieter Wiechmann

EBERL Natürlich ist es für uns schön, dass wir immer öfter auch in Deutschland fündig werden und sich Bundesligaspieler für Borussia entscheiden. Weil wir sie uns mittlerweile halt auch leisten können. Und natürlich bringt ein Bundesligaspieler immer eine höhere Wahrscheinlichkeit mit, dass er sofort funktioniert, aber unser Hauptaugenmerk liegt unberührt davon immer darauf, den passenden Spieler für die passende Position zu finden. Einen, der auch ein gesuchtes Puzzlestück für die Kaderstruktur darstellt.

Ein weiteres Merkmal von Borussias Kaderplanung ist es, ein Interesse an einem Spieler auch dann aufrecht zu erhalten, wenn zunächst einmal nicht zu bekommen war. Nun sind Matthias Ginter und Josip Drmic, mit dem Sie schon klar sein sollen, a) Bundesligaspieler und b) Kandidaten, an denen Sie im Vorjahr nachweislich Interesse bekundet hatten, bevor sie sich für Dortmund und Leverkusen entschieden hatten ...

EBERL (lacht) Es ist exakt so, wie Sie sagen, auch wenn Sie nun von der Hintertür der vorigen beiden Fragen zu Ihrer Hauptfrage kommen. Aber ich verstehe das ja. Die beiden Spieler sind ja auch interessant, keine Frage. Das verneine ich ja auch nicht. Wir waren schon mal an ihnen interessiert, dann haben sie sich anders entschieden. Bei beiden ist die Situation nun aber eben so, dass sie wieder interessant werden könnten.

Langer Atem zahlt sich aus?

EBERL Gerade, wenn wir über Talente sprechen, kann es sein, dass sie zunächst mal zu einem ganz großen Verein gehen. Aber irgendwann kommen sie halt zuweilen wieder auf den Markt, und dann kennen wir sie schon sehr gut. Dann zu versuchen, sie in einem zweiten Schritt zu holen, ist ein Weg, den wir gehen und der sich in der Vergangenheit ja auch als erfolgreich erwiesen hat.

Bis wann soll die Kaderplanung abgeschlossen sein?

EBERL Das Wunschdatum ist immer der erste Tag, ab dem man Neuzugänge einplanen könnte. Nicht jeder wäre ja als Nationalspieler schon beim Trainingsauftakt dabei. Dafür gibt es keine Garantie, aber ich sage mal, es sieht nicht schlecht aus.

Quelle: RP
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