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Grifos Tegernsee-Tagebuch
"Trainingslager-Typ? Wer ist das schon?"

Vincenzo Grifo: "Wer ist schon ein Trainingslager-Typ?"
Vincenzo Grifo ist im Sommer vom SC Freiburg zu Borussia gewechselt. FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Vincenzo Grifo, Borussias neuer Offensivmann, schreibt während des Trainingslagers am Tegernsee exklusiv für unsere Redaktion Tagebuch. Im ersten Teil verrät er, mit wem er sich das Zimmer teilt und was er macht, um abzuschalten.

Ciao vom Tegernsee!

So richtig stimmt das ja noch nicht, wir reisen erst heute ins Trainingslager nach Rottach-Egern. Wir fliegen nach München, dann geht es mit dem Bus rüber zum Tegernsee. Am Nachmittag haben wir die erste Einheit dort.

Ob ich ein Trainingslager-Typ bin, wurde ich gefragt. Ganz ehrlich – welcher Fußballer ist das wirklich? Man ist halt eine Woche weg von zu Hause. Das ist nicht prickelnd, aber es gehört halt dazu.

In so einer Woche werden nun mal die Grundlagen für die Saison gelegt, darum ist es wichtig, als Team einige Tage zusammen zu sein. Und es geht ja nicht nur um fußballerische Sachen, sondern auch um das Teambuilding. Gerade für uns neue Spieler ist das eine gute Gelegenheit richtig reinzukommen ins Team.

Wir werden natürlich viel trainieren, aber vielleicht gibt es ja auch einen freien Tag. Da kann man dann im Mannschaftskreis was unternehmen. Ansonsten nutzt man die Freizeit vor allem, um sich auszuruhen. Ich schaue mir dann Filme und Serien an, "Prison Break" zum Beispiel. Oder ich zappe einfach ein wenig durchs Programm. Da muss ich mir natürlich gleich mal die Fernbedienung sichern.

Christofer Heimeroth, der seit dieser Saison unseren Teammanager Steffen Korell unterstützt und sich um viele Sachen rund um die Mannschaft kümmert, hat die Zimmer eingeteilt. Mein Mitbewohner ist Tobi Strobl. Das passt, definitiv, aber ich kann nur sagen: Die Jungs sind alle prima. Was das Menschliche angeht, fühle ich mich schon richtig wohl bei Borussia.

Die Neuen müssen ja etwas aufführen. Bis jetzt war ich noch nicht dran, das wird dann wohl am Tegernsee anstehen. Ich hatte ja schon gesagt, dass ich einen italienischen Song vortragen werde. Ich bin Italiener, da liegt das doch auf der Hand, oder? Welchen Song ich singe, entscheide ich ganz spontan aus dem Bauch heraus. Das sind meistens sowieso die besten Sachen, das habe ich im Leben gelernt – und ein bisschen so spiele ich ja auch Fußball. Mit Instinkt.

Euer Vince

 
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