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Borussia Mönchengladbach
Wieder konsequent sein

Fragen und Antworten zum Thema Derby-Sicherheit
Fragen und Antworten zum Thema Derby-Sicherheit FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. In der Defensive, in den Zweikämpfen, beim Verteidigen von Standards, im Spiel nach vorn - in allen Bereichen wollen die Borussen gegen den 1. FC Köln mit mehr Nachdruck und Zielstrebigkeit arbeiten. Von Karsten Kellermann

André Schubert war ehrlich. "Wir haben in den vier Rückrundenspielen drei Punkte geholt, das ist zu wenig und ergebnistechnisch nicht das, was wir uns vorgestellt haben", sagte Borussias Trainer am Donnerstag. Den Effekt der Mangelbilanz erzählt die Tabelle: Borussia, übrigens 14. des Rückrunden-Klassements, ist nun Siebter und somit rausgerutscht aus den Europa-Rängen. Ein solcher soll es am Ende der Saison aber sein, das hat Linksverteidiger Oscar Wendt nach dem 2:3 in Hamburg noch einmal unterstrichen.

Dass es den Borussen von Vorteil wäre, nicht nur monetär, wenn sie erneut international unterwegs wären, liegt auf der Hand. Denn zumindest in der Europa League dabei zu sein, das wäre schon ein hübsches Argument, mit dem eventuelle neue Spieler gelockt werden könnten. Auch für die, die schon da sind, wäre es attraktiver und interessanter, sich mit Klubs aus ganz Europa messen zu können. Zudem ist der Kader in der Breite generell für mehr als nur nationale Spiele ausgelegt.

Bilder: Borussia-Training vor dem Derby FOTO: Dirk Päffgen

Es ist die (logische) Folge des Erfolgs der vergangenen Jahre, dass die Ansprüche gestiegen sind, wenn es um Borussia geht. Sie wird nun eben als ein Klub wahrgenommen, der das Ziel Europa hat – und es auch erreichen kann. In Hamburg jedoch, da haben es die Borussen versäumt, sich über mehr als 20 Minuten in einer Form zu präsentieren, die die von Wendt formulierten Ambitionen unterstreicht. "Grundsätzlich reicht es nicht, wenn wir nur 95 Prozent unseres Leistungsvermögens abrufen, dafür geht es in der Bundesliga zu eng zu", monierte André Schubert.

Köln kann zu Gladbach aufschließen

Das 2:3 gegen Hamburg im Notencheck FOTO: Dirk Päffgen

Der Trainer hofft im Derby gegen den Erzrivalen 1. FC Köln auf mehr Konsequenz – in der Defensive, in den Zweikämpfen, beim Verteidigen von Standards, im Spiel nach vorn. Dass all dieses in Hamburg nach einer starken Anfangsphase und einer schnellen Führung abhandenkam, sei "Psychologie" gewesen, vielleicht hätten die Kicker die Situation einfach unterschätzt und seien zu sorglos gewesen. "Fußball ist zum Großteil auch Kopfsache", sagte Schubert. Mit einem klaren Kopf sollen seine Spieler ins Derby gehen. Das muss gewonnen werden. Derzeit sind es drei Punkte bis Platz drei, bei einer Niederlage könnte der Abstand wachsen – und Gegner Köln wäre punktgleich mit den Borussen. Das soll verhindert werden. Mit aller Konsequenz.

In der Defensive würde das unter anderem bedeuten, Kölns Stürmer Anthony Modeste, im Hinspiel Torschütze des einzigen Tores, nichts zu gönnen. Vor allem aber gilt es, die Anfälligkeit der vergangenen Wochen konsequent abzustellen. Vorn sind Tore gefragt: Raffael, Lars Stindl, Thorgan Hazard, der im letzten Heim-Derby gegen Köln Granit Xhaka das Siegtor auflegte, Fabian Johnson, der in Hamburg wie Raffael Torschütze war, Ibo Traoré und die anderen aus der Abteilung Attacke müssen liefern. Bei zwei Gegentoren im Rückrundenschnitt müssten es, setzt sich die Statistik fort, schon drei Tore sein gegen die Kölner. Dazu müsste der Trefferschnitt gesteigert werden: Bisher gab es pro Spiel zwei Tore im Schnitt.

Analyse: Wie es in Hamburg den Bach runter ging FOTO: Dirk Päffgen

Torwart Yann Sommer hat aber einen Plan vorgestellt, dessen Umsetzung die Kollegen aus der Offensive deutlich entlasten würde: "Die Null muss wieder das Ziel sein", stellte der Schweizer klar. Es gibt gute Gründe, Sommers Wunsch mit Nachdruck und Zielstrebigkeit zu erfüllen. Und nur, wenn die Borussen nun konstant konsequent sind, wird es auch etwas mit Europa.

Quelle: RP
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