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Borussia Mönchengladbach
Xhaka wie im Hinspiel im Fokus

Borussia Mönchengladbach: Xhaka wie im Hinspiel im Fokus
Granit Xhaka hat seine fünfte Gelbe Karte kassiert. FOTO: dpa, awe
Ingolstadt. Im ersten Duell mit Ingolstadt im November fliegt Granit Xhaka vom Platz, im Rückspiel rückt seine Auswechslung zur Halbzeit im Zentrum des Interesses. Von Stefan Klüttermann

Wie sehr trotz allen Bemühens um Normalität die Personalie Granit Xhaka im Fokus der Partie zwischen Ingolstadt und Borussia stand, bewies vielleicht am besten ein total misslungener Tweet des FCI zur 5. Gelben Karte, die Borussias Kapitän soeben in der 29. Minute kassiert hatte. "Xhaka, der jetzt ein ruhigerer Mensch ist, sieht die erste Gelbe der Partie", twittert die Medienabteilung der Schanzer. Was vielleicht lustig gemeint war, klang wie fragwürdige Häme. Nachhaltiger als der Tweet war indes die Gelbe Karte selbst, denn sie sorgte dafür, dass Xhaka zur Pause ausgewechselt wurde.

Wieder also war es für den Schweizer ein gebrauchter Tag, wenn der Gegner Ingolstadt hieß. Im Hinspiel war er das fruchtbare Ziel unzähliger Provokationen und flog beim 0:0 mit Gelb-Rot vom Platz, nun, beim 0:1, war sein Arbeitstag nach 45 Minuten vorbei. "Wir wollten kein Risiko eingehen", sagte Trainer André Schubert später. Und Sportdirektor Max Eberl erklärte: "Wir haben ja im Hinspiel gemerkt, was passieren kann. Und das muss ja gar nicht mal Granits Schuld sein. Dementsprechend wollten wir ihn einfach schützen. Und die Auswechslung ist nicht der Grund, warum wir mit leeren Händen dastehen. Hätten wir ihn nicht herausgenommen, und er kriegt in der 55. Gelb-Rot, hätten alle geschrien, wie kannst du ihn auf dem Platz lassen. Ich denke, dass die Entscheidung richtig war."

Xhaka selbst hatte kein Verständnis für die Auswechslung, wollte sie nicht kommentieren, schob aber selbst am Flughafen abends noch eine sichtbare Krawatte. Überbewerten wollte Schubert das Ganze am Ende dann aber nicht. "Grundsätzlich muss ein Spieler immer akzeptieren, wenn ein Trainer wechselt. Ihn ärgert es natürlich, und mich ärgert es auch, weil ich ihn natürlich gerne drauf gelassen hätte." Es war wohl die treffendste Quintessenz zu diesem Thema.

(klü)
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