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Borussia Mönchengladbach
Sommer: "Uns interessiert nicht Leverkusen, sondern nur Borussia"

Das ist Yann Sommer
Das ist Yann Sommer FOTO: Dirk Päffgen
Als das 0:0 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia amtlich war, gab es ein eidgenössisches Stelldichein in der Mixedzone der Frankfurter Arena. Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic war gekommen, um sich drei seiner Schützlinge bei der Arbeit anzusehen: Haris Seferovic bei der Eintracht und Yann Sommer sowie Granit Xhaka bei Borussia. Von Karsten Kellermann

Xhaka war an diesem Freitag nicht so auffällig wie sonst, Seferovic hatte zwei gute Möglichkeiten, als er frei vor Sommer auftauchte, er zielte aber jeweils am Tor vorbei. Sommer parierte dann auch die Kopfbälle von Nelson Valdez und Alexander Madlung und war auch sonst sicher im Ballzugriff. Der Torwart war der beste Borusse an diesem Tag.

Herr Sommer, Sie sind bei Borussias 0:0 in Frankfurt zum zwölften Mal in dieser Bundesliga-Saison ohne Gegentor geblieben. Aber einen Sieg gab es auch nicht. Wie fühlt sich das 0:0 an?

Yann Sommer "Es war ein schwieriges Spiel für uns. Frankfurt hat es sehr gut gemacht, die Eintracht hat über 90 Minuten Manndeckung gespielt und nicht nachgelassen, sie hat uns fast keine Räume gegeben. Wir müssen uns ankreiden, dass wir in der ersten Halbzeit das Tor nicht gemacht haben. Wir hatten zwei, drei gute Möglichkeiten und kamen oft vor das Tor. Das war in der zweiten Halbzeit nicht der Fall.

Woran lag das?

Sommer "Da haben wir zu wenig präzise, zu wenig schnell gespielt, um, weil sie Manndeckung spielen, hinter die Abwehr zu kommen. Das ist uns nur einmal gelungen, in der letzten Minute. Darum sind wir nicht ganz unglücklich mit diesem 0:0." 

Wie ordnen Sie das Remis im Fernduell mit Bayer Leverkusen ein? War es, was das angeht, ein Verlust zweier Punkte oder kann so ein Punkt am Ende sogar sehr wichtig sein?

Sommer "Natürlich kann er das sein. Aber uns interessiert nicht Leverkusen, sondern nur Borussia Mönchengladbach. Wir wussten, dass es nicht leicht wir in Frankfurt, sie hat zu Hause noch kein Spiel verloren. Deswegen ist dieser Punkt für uns sicher nicht schlecht." 

Die Null stand – das nimmt man mit?

Sommer "Die Frankfurter sind offensiv sehr stark und haben viele Möglichkeiten für das Spiel nach vorn. Das haben sie in der zweiten Halbzeit auch gezeigt. Wenn sie das besser ausspielen, wird es sehr, sehr gefährlich. Darum sind wir in der zweiten Halbzeit auch ein bisschen glücklich, dass mit dem Punkt vom Platz zu gehen, denn wir kamen selbst nicht mehr vor das Tor.

Nun geht es am nächsten Sonntag gegen den VfL Wolfsburg – und damit Ihren Vorgänger im Schweizer Tor, Diego Benaglio. Ein besonderes Spiel für Sie?

Sommer "Natürlich ist es immer speziell, wenn man in der Bundesliga spielt und auf Schweizer trifft, auch in Frankfurt mit Haris Seferovic. Aber in dem Spiel gegen Wolfsburg möchte ich gewinnen, egal, wer da im Tor steht. Danach werden Diego und ich aber sicher ein paar Worte wechseln." 

Was nehmen Sie für das Wolfsburg-Spiel aus Frankfurt mit?

Sommer "Wir müssen uns nochmal anschauen, wie wir uns besser Räume erarbeiten können gegen einen Gegner, der Manndeckung spielt." 

Vor dem Spiel stand der Mannschaftsbus im Stau, Sie und Ihre Kollegen mussten ein paar Meter laufen in Richtung Stadion. Das dürften Sie auch noch nicht erlebt haben.

Sommer "Das ist richtig. Aber es war nicht schlimm. Wir sind gut klargekommen mit der Situation und waren ja auch pünktlich da, um uns aufzuwärmen. Es war so gesehen ein interessantes Aufwärmprogramm (grinst)."

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