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Berns Sportdirektor im Interview
"Gladbach hat viele Freunde in der Schweiz"

Young Boys Bern: Sportdirektor Fredy Bickel im Interview
Fredy Bickel kennt nicht nur aktuelle Borussen sehr gut. FOTO: imago
M'gladbach/Bern. Für Fredy Bickel ist es ein spezielles Spiel. Der Sportdirektor der Young Boys Bern holte einst Borussias Raffael zum FC Zürich und kennt auch Nico Elvedi sehr gut. Im Interview mit unserer Redaktion spricht er über die Bedeutung der Play-offs für seinen Klub. Von Karsten Kellermann

Herr Bickel, Sie sind Sportdirektor bei Young Boys Bern, wie gefällt Ihnen das Los Borussia Mönchengladbach?

Bickel Wir haben es sicher weniger erfreut aufgenommen als die Kollegen in Deutschland. Allerdings sind wir froh, dass mit Borussia ein Gegner kommt, den die Menschen hier sehr gut kennen und der viele Freunde in unserem Land hat.

Young Boys hat Schachtjor Donezk ausgeschaltet. Macht das Mut für die Spiele gegen Gladbach?

Bickel Man kann es auch umdrehen: Donezk ist die Warnung für Gladbach, darum ist es für uns gerade kein Vorteil. Aber natürlich ziehen wir daraus auch Selbstvertrauen. Grundsätzlich ist es für uns aus finanziellen Gründen sehr, sehr wichtig, mindestens bis Ende des Jahres international dabei zu sein. Das haben wir sicher.

Wäre es eine klare Botschaft an die Konkurrenz, wenn Bern Gladbach ärgert?

Bickel Das wäre so. Für uns sind die beiden Spiele sehr wichtig. Sie werden im deutschen Fernsehen gezeigt und sind damit eine große Präsentationsfläche für uns. Wir wollen ein gutes Bild abgeben.

Gladbach hat einen hohen Schweiz-Faktor: Yann Sommer und Nico Elvedi sind dabei.

Bickel Und Raffael, den ich früher zusammen mit Lucien Favre zum FC Zürich geholt habe. Nico kenne ich, seit er mit 14 zum FCZ kam, ich habe mich sehr gefreut, wie er sich entwickelt hat. Wir freuen uns darauf, diese Spieler wiederzusehen, es ist schon sehr speziell.

In Zürich sind Sie mit Gladbachs Ex-Trainer Lucien Favre zweimal Meister geworden. Daher wird es Sie nicht überrascht haben, was er in Gladbach aufgebaut hat.

Bickel Nein, natürlich nicht. Er ist ein absoluter Profi und kann viel aus Mannschaften herausholen. So war es auch in Zürich. Es war eine erfolgreiche Zeit, die aber nicht immer leicht war. Lucien ist ein Trainer, den ich sehr bewundere, aber er ist eben auch ein spezieller Mensch.

Wo liegt Ihre Chance gegen Borussia?

Bickel Man muss immer an seine Chance glauben, sonst braucht man gar nicht auf den Platz gehen. Aber man muss auch realistisch sein. Wir wissen, dass wir der klare Außenseiter sind. Aber aus der Rolle heraus wollen wir Gladbach provozieren.

Quelle: RP
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