Wechsel würden Sportsendungen schwächen: Bundesliga: TV-Sender gegen Freitagsspiele
zuletzt aktualisiert: 06.01.2004 - 09:23Berlin (rpo). Den Vorschlag des Premiere-Chefs Kofler, Sonntagsspiele der Bundesliga auf Freitag zu verschieben, lehnen die TV-Sender entschieden ab. Am Freitag würden weniger Zuschauer einschalten.
Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe) sind ARD, ZDF und DSF übereinstimmend der Meinung, dass bei den vergangenen Versuchen mit der Bundesliga am Freitag im Fernsehen weniger Zuschauer eingeschaltet hätten.
Ein Wechsel der Sonntagsspiele auf den Freitag würde die Sportsendungen der Dritten ARD-Programme am Sonntag "schwächen", sagte ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf. Die Aktualität der Magazine sei größer, wenn über die Bundesliga-Spiele des frühen Sonntagnachmittags berichtet werden könnte. Für das DSF würde der Verlust der Sonntagsspiele einen herben Verlust bedeuten. Die Akzeptanz des Senders hat sich durch den Erwerb der Sonntagsspiele erheblich gesteigert. "DSF und die Zuschauer sind mit dem Sonntag zufrieden", sagte ein DSF-Sprecher.
Kofler will mit seinem Vorschlag Exklusivität erreichen
Premiere-Chef Georg Kofler hatte nach dem Ausstieg der Schweizer Agentur Infront aus der Bundesliga vorgeschlagen, die Sonntagsspiele auf den Freitag vorzuziehen. Kofler will damit für seinen Bezahlsender mehr Exklusivität erreichen und hatte in Aussicht gestellt, diese dann auch besser zu bezahlen. Der Abo-TV-Sender Premiere ist mit im Schnitt 150 Millionen Euro pro Jahr größter TV-Geldgeber der Liga.
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