1. Bundesliga 16/17
| 20.27 Uhr

Köln gegen Ingolstadt
"45.000 Fans diskutieren über die Höhe des Sieges"

Bundesliga 16/17: Unsere Tipps zum 14. Spieltag
Bundesliga 16/17: Unsere Tipps zum 14. Spieltag FOTO: RPO
Köln. Der 1. FC Köln steht nach dem 0:2 in Berlin unter Druck. Ausgerechnet jetzt kommt der unbequeme Neuling FC Ingolstadt, der alle drei bisherigen Auswärtsspiele gewinnen konnte.

Das Duell der "Ösis" wird ein Spiel um Platz 4: "Das klingt nach Spitzenspiel", sagte Kölns Peter Stöger – doch eine Erfolgsserie wird im Spiel gegen Aufsteiger FC Ingolstadt am Freitag (20.30 Uhr/Live-Ticker) sicher reißen. Der FCI will seinen Bundesliga-Rekord nach drei 1:0-Auswärtssiegen zum Auftakt ausbauen, die Kölner sind seit fast zehn Monaten zu Hause ungeschlagen.

Der Sieger wird mindestens einmal als Vierter übernachten, doch Stöger fürchtet im einzigen österreichischen Trainer-Duell der Liga vor allem seinen Landsmann und langjährigen Austria-Mitspieler Ralph Hasenhüttl: "Der Hase will nach drei Siegen sicher noch einen Zacken drauflegen", meinte der FC-Coach schmunzelnd: "Wir werden einen Riegel knacken müssen, es könnte ein Geduldsspiel werden. Aber vielleicht überrascht er mich ja auch, der Ösi."

Hasenhüttl kehrt nach Köln zurück

Für Hasenhüttl wird es noch in zusätzlicher Hinsicht ein besonderes Spiel: Er stürmte von 1998 bis 2000 für Köln – wenn auch mit 3 Toren in 41 Spielen wenig erfolgreich. "Ich habe dort persönlich nicht die Sterne vom Himmel geschossen", meinte er am Donnerstag schmunzelnd: "Dennoch hatte ich dort eine schöne Zeit und komme gerne zurück." Stöger wurde auch gefragt, ob die Partie eine besondere sei, da sie unter Flutlicht ausgetragen werde. "Ich komme zwar aus Österreich", antwortete er trocken: "Aber das ist nicht mein erstes Flutlichtspiel."

Der ordentliche Start der Kölner, die am Freitag mit dem Schriftzug "Toleranz" statt dem des Hauptsponsors (REWE) auflaufen werden, wurde zwar durch zuletzt zwei schwache Auswärtsspiele in Frankfurt (2:6) und Berlin (0:2) getrübt. Dennoch muss der FC mit einer deutlich gestiegenen Erwartungshaltung der Fans klarkommen. "Wir werden 45.000 Zuschauer im Stadion haben, die über die Höhe des Sieges diskutieren", sagte Stöger: "Aber wir müssen uns eben darauf einstellen, dass die Leute bei einem 0:0 zur Halbzeit gegen Mönchengladbach ihren Unmut äußern. Wir können nicht erwarten, dass sie applaudieren, wenn ihnen nicht danach ist. Damit müssen wir umgehen, das ist ein Entwicklungsprozess. Den werden wir hoffentlich genauso positiv bestreiten wie den sportlichen."

Reaktionen: "Ich verstehe das nicht, fünf Tore!" FOTO: dpa, aw fdt

Auch Hasenhüttl spürt, "dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen" und sich die Gegner in Zukunft nicht mehr so leicht vom Neuling überrumpeln lassen wie Mainz, Augsburg und Bremen. "Wir wissen, wie schwierig es inzwischen geworden ist, Punkte zu holen", berichtete der 48-Jährige: "Wir spüren, dass die Gegner mittlerweile mehr Respekt entgegenbringen als noch zu Saisonbeginn." Nicht nur deshalb werde es am Freitag "eine Monster-Aufgabe".

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Köln: Horn - Olkowski, Sörensen, Heintz, Hector - Risse, Lehmann, Gerhardt, Bittencourt - Osako, Modeste. - Trainer: Stöger

Ingolstadt: Özcan - Levels, Matip, Bregerie, Suttner - Groß, Roger, Morales - Lex, Hinterseer, Leckie. - Trainer: Hasenhüttl

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

(sid)
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