1. Bundesliga 16/17
| 17.24 Uhr

1. FC Köln - FSV Mainz 05 0:0
Keine Tore im müden Karnevals-Derby

Fotos: Köln - Freiburg
Fotos: Köln - Freiburg FOTO: dpa, ve jai
Köln. Keine Tore und kaum Unterhaltung im müden "Karnevals-Derby" der Bundesliga: Der 1. FC Köln, der zuvor mit zwei "echten" Derby-Siegen gegen die Erzrivalen Borussia Mönchengladbach (1:0) und zuletzt Bayer Leverkusen (2:1) Euphorie in der Domstadt geschürt hatte, verpasste durch das 0:0 gegen den FSV Mainz 05 die große Chance, sich in der Spitzengruppe festzusetzen.

Mit 19 Punkten stellten die nun seit fünf Heimspielen sieglosen Kölner, die wegen der Terror-Anschläge von Paris auf das geplante Tragen des eigens entworfenen Karnevalstrikots verzichtet hatten, aber bereits am 13. Spieltag ihre Punktausbeute aus der Hinrunde des Vorjahres ein. Die Mainzer haben 17 Zähler auf dem Konto.

Kölns Nationalspieler Jonas Hector konnte trotz der im Länderspiel in Frankreich (0:2) erlittenen Oberschenkelprellung auflaufen, der FC begann somit mit derselben Startelf wie beim umjubelten 2:1-Derbysieg in Leverkusen. Bei den Gästen kehrten Kapitän Julian Baumgartlinger nach Sprunggelenkverletzung und Innenverteidiger Stefan Bell nach Magen-Darm-Grippe ins Team zurück.

Pressestimmen: "Wenn's läuft, dann läuft's" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

Rund um das Spiel herrschte nach den schlimmen Schlagzeilen der vergangenen Woche die in dieser Situation größtmögliche Normalität. Die Sicherheitskontrollen beim Einlass wurden wie in allen Arenen verschärft, doch die Partie konnte pünktlich beginnen, die Polizei war mit selber Mannstärke vor Ort wie bei anderen Kölner Spielen - und die Kölner Fans sangen wie üblich mit Inbrunst ihre Hymne.

Auch auf dem Feld gaben die Kölner zunächst den Ton an und kamen gegen eine anfangs unorganisierte Mainzer Abwehr zu einigen Chancen. Philipp Hosiner (7.) und Leonardo Bittencourt (10.) schossen aber vorbei. Das war es aber dann auch zunächst mit dem Kölner Offensivschwung, dafür wurden nun die Mainzer etwas aktiver und kamen zu guten Kopfballchancen durch den agilen Pablo de Blasis (12.) und Torjäger Yoshinori Muto bei seiner einzig gefährlichen Aktion (31.).

Ein mitreißendes Spiel war es aber weiterhin nicht, eher ein relativ tempoarmes, mit vielen Stockfehlern und kleinen Nickligkeiten. Als erster der beiden Torhüter musste der Mainzer Loris Karius einen (allerdings harmlosen) Schuss parieren, den Yannick Gerhardt (40.) abgegeben hatte.

Die zweite Halbzeit begann etwas schwungvoller: Nach Ablage von Yuya Osako traf der seit dem 4. Oktober auf sein siebtes Saisontor wartende Anthony Modeste den Pfosten (48.), auf der Gegenseite schlenzte der sehr spielfreudige Yunus Malli knapp am Kölner Tor vorbei (51.). Danach verfiel die Partie wieder in ihren Trott und bot nur einzelne Highlights wie von Bittencourt, der nach schöner Einzelleistung an Karius scheiterte (63.). Die größten Chancen der Kölner vereitelte Schiedsrichter Wolfgang Stark durch berechtigte Pfiffe, zweimal wegen Abseitsstellungen, einmal wegen eines Foulspiels von Modeste.

(sid)
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