1. Bundesliga 16/17
| 08.34 Uhr

Twitter-Spott
1. FC Köln "tröstet" HSV nach Transferpanne um Sanogo

1. FC Köln "tröstet" Hamburger SV nach Transferpanne um Sekou Sanogo
Peter Knäbel (l.) und HSV-Trainer Bruno Labbadia treffen am Sonntag auf den 1. FC Köln. FOTO: dpa, ahe jai
Düsseldorf. Weil die Dokumente zu spät in Hamburg eintrafen, platzte der Wechsel von Sekou Sanogo zum HSV. Der Schuldige war schnell ausgemacht: das Faxgerät. Laut HSV ist das Unsinn. Dennoch erfuhr der Bundesligist viel Spott – und Solidarität von einem Liga-Konkurrenten.

Die Hamburger waren sich mit dem 26-jährigen Sanogo und seinem Verein Young Boys Bern über ein Leihgeschäft einig gewesen. Die erforderlichen Dokumente fehlten allerdings noch – und trafen erst um 18.04 Uhr am Montagabend in Hamburg an. Vier Minuten zu spät. "Es gilt klarzustellen, dass heutzutage keine Vertragsunterlagen mehr gefaxt werden", sagte Sportdirektor Peter Knäbel. Doch das Dementi konnte die Welle des Spotts nicht mehr stoppen. Bei Twitter machten sich zahlreiche Fans unter dem Hashtag #HSVFaxfilme über die Transferpanne lustig.

Das wiederum rief die Medienabteilung eines anderen Bundesligisten auf den Plan, der sich mit kaputten Faxgeräten bestens auskennt. "Wir fühlen mit euch", twitterte der 1. FC Köln an die Adresse der Hamburger.

Schließlich war vor genau vier Jahren die geplante Verpflichtung von Eric-Maxim Choupo-Moting durch Köln gescheitert, weil ein Fax von Choupo-Motings Vater und Berater nicht rechtzeitig in der Kölner Geschäftsstelle eingegangen war. Der FC legt Wert darauf, zu betonen, es sei nicht das Kölner Faxgerät kaputt gewesen. Der (am Ende dann doch nicht) abgebende Verein damals: der HSV.

Die Norddeutschen zeigten sich erfreut über die Solidarität aus dem Rheinland. "Danke für euer Mitgefühl. Sonntag aber dann bitte keine Faxen", antwortete der HSV. Am Sonntag empfängt der Bundesliga-Dino ab 15.30 Uhr (Live-Ticker) die Kölner zum Bundesliga-Spiel.

Die Gäste sind gewillt, dann erneut ihre Defensivstärken in die Waagschale zu werfen, wie der letzte Tweet der Konversation zeigt: "Keine Sorge, zustellen können wir inzwischen ganz gut. ;) Bis Sonntag!", twitterten die Kölner.

Die größten Transferpannen der Geschichte finden Sie hier.

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