Einst in der Bundesliga gefeiert, heute auf dem Abstellgleis, bei Mittelklasse-Teams oder unzufrieden - wir zeigen Ihnen die abgestürzten Ex-Bundesliga-Stars.
Michael Rensing galt als eines der größten deutschen Torhüter-Talente. Das Debüt in der A-Nationalmannschaft schien nur eine Frage der Zeit zu sein, beim FC Bayern sollte er ein würdiger Nachfolger für Oliver Kahn sein. Dann wurde ihm "Oldie" Hans-Jörg Butt vor die Nase gesetzt. Seitdem schmort er beim Rekordmeister auf der Ersatzbank.
Wer erinnert sich nicht? David Odonkor war einer der Hauptdarsteller des WM-Sommermärchens 2006. Zweites Gruppenspiel, Pass Odonkor, Tor Neuville - das 1:0 gegen Polen in der Nachspielzeit ist unvergessen. Damals kickte er für Borussia Dortmund, heute ist Odonkor Ersatzspieler bei Betis Sevilla.
Kevin-Prince Boateng durchlief alle DFB-Auswahlmannschaften und war als Spieler von Hertha BSC auf dem Weg zum Star. Er entschied sich lieber für eine dicke Sonnebrille, noch mehr Geld und den Wechsel zu Tottenham Hotspurs. Hier lief es nicht rund, Boateng wurde nach Dortmund ausgeliehen - und konnte auch hier nicht überzeugen. Jetzt will ihn Tottenham abgeben.
Bis 2005 (neun Jahre Bochum, ein Jahr Bielefeld) gehörte Delron Buckley zu den Top-Spielern der Bundesliga. Dann wechselte er zu Borussia Dortmund, nach Basel, zurück nach Dortmund und dann nach Mainz. Derzeit ist er ohne Vertrag.
Sieben Jahre stellte Christoph Metzelder sein Können bei Borussia Dortmund unter Beweis. Wurde hier Leistungsträger in der Nationalmannschaft. Im Sommer 2007 dann der Wechsel zu Real Madrid. Nur 21 Mal stand er für die Königlichen auf dem Rasen, seine WM-Nominierung ist gefährdet.
Tobias Rau galt 2003 als großer Hoffnungsträger für die WM 2006. Dann wechselte er vom VfL Wolfsburg zu den Bayern, verletzte sich immer wieder, verpasste die WM und ging schließlich zu Arminia Bielefeld. Zu alter Form fand er auch hier nicht zurück. Mit 27 Jahren beendete er im Sommer 2009 seine aktive Karriere und will Lehrer werden.
Yildiray Bastürk hat viel erreicht: dritter Platz mit der türkischen Nationalmannschaft bei der WM 2002, Champions-League-Finalist und Bundesliga-Vizemeister mit Bayer Leverkusen. Heute steht er beim VfB Stuttgart unter Vertrag - und wird in der kommenden Saison wohl auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen.
Marko Pantelic wurde bei Hertha BSC Berlin geliebt, beim Management und Trainer war er verhasst. Also musste er am Ende der Saison 2008/2009 gehen - und hat noch keinen neuen Arbeitgeber.
131 Mal stand Bastian Reinhardt seit 2003 für den Hamburger SV auf dem Platz. Im Sommer 2009 bekam er keinen neuen Vertrag. Der Abwehrspieler ist noch auf dem Markt.
In Bremen war Tim Borowski Publikumsliebling, dann wagte er den Schritt zum FC Bayern. Im ersten Jahr saß er ob der großen Konkurrenz schon oft der Bank, im zweiten Jahr wird es angesichts der hochkarätigen Neuverpflichtungen noch schwerer für ihn.
Er war der Top-Star der Bundesliga und Publikumsliebling beim Hamburger SV. Nach einem Jahr bei Real Madrid ist Rafael van der Vaart die Lust auf die Königlichen vergangen. Der Mittelfeldspieler sucht einen neuen Verein - weil im neuen Real-Team mit Kaka und Ronaldo kein Platz für den Niederländer ist.
Lincoln war einst der geniale Spielgestalter beim FC Schalke 04. Dann lockte ihn das Geld zu Galatasaray Istanbul. Hier kehrte er im Sommer 2009 nicht mehr aus dem Urlaub zurück und sucht jetzt einen neuen Arbeitgeber.
Stefan Wessels, einst Ersatztorwart beim FC Bayern und Stammkeeper in Köln, hält sich derzeit im Camp für arbeitslose Fußballer fit. Ein möglicher neuer Klub hat sich noch nicht gemeldet.
Albert Streit stand von 2003 bis 2004 sogar im Team 2006 für die WM in Deutschland. Streit als Nationalspieler? Heute unvorstellbar. Nach tollen Spielzeiten in Frankfurt und Köln ging es mit dem Wechsel zu Schalke bergab. Jetzt sieht es auch unter Felix Magath alles andere als gut aus. Streit darf gehen, wenn er will.
Er gehörte zur fast schon legendären Bremer Mannschaft, die 2004 Meister und Pokalsieger wurde. Dann musste ihm eine Niere transplantiert werden - weil die Vereinsärzte ihn falsch behandelt hätten, sagte er - und klagte. Das Verhältnis Klasnic-Bremen war zerrüttet, der Stürmer wechselte zum FC Nantes - und hat hier nicht zu alter Form zurückgefunden.