(RP) Der 1. FC Köln läuft seinen Ansprüchen in der Bundesliga hinterher und spielt zum Gotterbarmen schlechten Fußball. Doch was machen die Mitglieder? Sie ergehen sich in Harmonie, feiern die eigene Damenmannschaft und die Solarzellen auf dem Dach des Vereinsgebäudes, wählen Präsident Wolfgang Overath mit überwältigender Mehrheit wieder. Das ist schon ein einzigartiger Verein!
Obwohl Overath Realismus anmahnt, lechzt der Anhang nach Rückkehr zu alter Größe. Und nicht nur der Präsident sieht im Pokalwettbewerb die Gelegenheit, an einem Titel zu schnuppern oder wenigstens nach dem Erstrunden-Aus im Uefa-Cup 1992 gegen Celtic Glasgow wieder in einen europäischen Wettbewerb einzuziehen (spätere UI-Strohhalm-Cup-Auftritte hier nicht berücksichtigt).
Die Chance, sich fürs Halbfinale des DFB-Pokals zu qualifizieren, erscheint groß. Doch sie ist auch eine große Verführung. Denn was nützen solche Erfolge, wenn das Tagesgeschäft in der Liga nicht mehr Ertrag abwirft? Das Beispiel Kaiserslautern, Pokalsieger und Absteiger 1996, mahnt die Kölner zu Konzentration vor allem aufs Kerngeschäft.
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Quelle: RP